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Ganz Ohr

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Detail: "Metronom", 2010 Verschiedene Materialien Und Video 112 X 134 X 124 Cm © Courtesy of the artist & Galerie Christian Ehrentraut
Ganz Ohr

Friedrichstraße 123
10117 Berlin
Germany
April 10th, 2010 - June 5th, 2010

QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.christianehrentraut.com
NEIGHBORHOOD:  
mitte
EMAIL:  
mail@christianehrentraut.com
PHONE:  
+49 (0)30.44.03.83.85
OPEN HOURS:  
Tuesday to Saturday, 11 to 6
TAGS:  
video-art

DESCRIPTION

Wir freuen uns sehr, Sie zur Eröffnung der Einzelausstellung „Ganz Ohr“ von Tilo Baumgärtel einzuladen.

Erstmals steht ein großformatiger Videoschaukasten im Mittelpunkt von Baumgärtels Ausstellung: Das Diorama „Metronom“ zeigt eine Modelllandschaft, die entfernt an australische Outbackfarmen oder Wildwestbesiedelungen erinnert. Darin verteilt liegen die Instrumentenkoffer eines verschollenen Orchesters. Ein mittels Rückprojektion am Horizont der Szene erscheinendes Metronom gibt rastlos den Takt an, aus dem sich eine Filmcollage entspinnt.
Mit selbst animiertem und gefundenem Material erzeugt Baumgärtel eine Filmästhetik, die irgendwo zwischen Kentridge und "Southpark" liegt und in der die Elemente seiner Zeichnungen und Leinwände ein neues Spielfeld bekommen. Innerhalb seines Werkes ermöglicht er so eine Korrespondenz zwischen beiden Medien.

Parallel zu der Installation sind eine Reihe von Pastell- und Kohlezeichnungen entstanden, die weitere Einblicke in den abstrusen Themenpark der Baumgärtelschen Gedankenwelt geben. Die Blätter sind Zeugnisse eines Selbstexperimentes mit offener Psyche: Die mit selbst erfundenen Metaphern aus Wunsch-, Sehnsuchts- und Angstprojektionen durchsetzten Zeichnungen scheinen wie eine kinderbuchartige Weltübersetzung, die Baumgärtel in einer sowohl naiven wie auch tragikomischen Erzählweise vornimmt. Wie kleine Parallelweltfenster wirken die Bilder einer komplexen Filmhandlung entnommen - und liefern womöglich neue Anregungen für eben solche.

Tilo Baumgärtel, geboren 1972 in Leipzig, hat dort an der Hochschule für Grafik und Buchkunst studiert. Seine Arbeiten waren in zahlreichen Ausstellungen vertreten, unter anderem in „60/40/20“ im Museum der bildenden Künste, Leipzig (2009), „Daydreams & Dark Sides“ im Künstlerhaus Bethanien, Berlin (2008), „Symbolismus und die Kunst der Gegenwart“ im Von der Heydt-Museum, Wuppertal (2007), „The Triumph of Painting“ in der Saatchi Gallery, London (2006) und in der Wanderausstellung „Life after Death - New Leipzig Painting from the Rubell Family Collection“ durch zahlreiche US-amerikanische Museen von 2005 bis 2008. Umfangreiche Einzelausstellungen hatte Baumgärtel 2002 mit „Hydroplan“ im Museum der bildenden Künste, Leipzig und 2006 in der Kunsthalle Emden.

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