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Monday is a Day Between Sunday and Tuesday

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Jonas Lipps: '24-07-15', 2015 Casein Paint On Paper 29.6 X 42 Cm © Courtesy of the artist and Grieder Contemporary, Zurich
Monday is a Day Between Sunday and Tuesday
Curated by: Lisa Offermann

Kurfürstenstraße 156
10785 Berlin
DE
February 24th, 2017 - April 15th, 2017

QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.tanyaleighton.com
NEIGHBORHOOD:  
Other (outside main areas)
EMAIL:  
info@tanyaleighton.com
PHONE:  
+49 (0)30 221.60.77.70
OPEN HOURS:  
Tue-Sat 11-6 and by appointment

DESCRIPTION

Tanya Leighton is pleased to announce Monday is a Day Between Sunday and Tuesday, a group exhibition that brings together artists who have lived and worked in Germany.

The show's title - a wry definition of the first day of the week - points to our impulse to name things, to classify them and to devise systems for understanding them. In art, naming and delineating have been stalwart accessories in writing the canon of art history. Art's multifarious periods, movements and schools of thought have probably always felt inadequate. This inadequacy is particularly apparent today, yet these categories seem to be unshakeable. Similar to the way that two dots and a line always seem to draw a face, it is without thinking that we ask things to coalesce into groups that we can arrange in relationship to one another.

Geography is a category that art history loves, both historically and even now as distance collapses by way of instantaneous global communication. While Monday is a Day Between Sunday and Tuesday is categorically an exhibition of artists who have a strong connection to Germany, it is at the same time an illustration of just how arbitrary this category can be. The artists collected here employ varied approaches to painting. Their relationships to history and the present differ, as do their ages, places of birth, and so on. The ambiguity of the category that links them - having lived here - creates a space to approach each artist's work on its own terms. 

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Tanya Leighton freut sich mit Montag ist ein Tag zwischen Sonntag und Dienstag, eine Gruppenausstellung zu präsentieren, die Künstler zusammen bringt, die in Deutschland gearbeitet haben oder noch immer hier leben.

Der Titel der Ausstellung - eine pedantische Definition des ersten Wochentages - beschreibt unseren Drang Dinge benennen zu wollen, sie zu klassifizieren und durch Systematisierung verstehen zu können. In der Kunst wurden Zuordnungen, Kategorien und Abgrenzungen zu getreuen Helfern sowohl der Wissenschaft als auch der Künstler selbst, um sich in den kunstgeschichtlichen Kanon einzuschreiben. Die vielfältigen Perioden, Bewegungen und Denkrichtungen der Kunst aber sind durch dieses Vorgehen immer unzureichend beschrieben worden. Diese Unzulänglichkeit ist heute hinlänglich bekannt, doch scheinen jene Kategorien in ihrer andauernden Anwendung unersetzlich zu sein. Ähnlich der Art, wie zwei Punkte und eine Linie immer ein Gesicht zeichnen, sind wir es gewohnt Dinge, die wir in Beziehung zueinander setzen können, in Gruppen und Kategorien zusammenfassen.

Geographie ist eine solche in der Kunstgeschichtsschreibung beliebte Kategorie und das sowohl in der Vergangenheit als auch noch heute, wo räumliche Distanz durch unmittelbare globale Kommunikation aufgehoben ist. Obwohl Montag ist ein Tag zwischen Sonntag und Dienstag kategorisch eine Ausstellung von Künstlern ist, die eine starke Verbindung zu Deutschland haben, ist es zugleich ein Beispiel dafür, wie willkürlich derartige Kategorien sein können. Die gezeigten Künstler vertreten völlig verschiedene Ansätze in der Malerei. Ihre Beziehung zur Geschichte und Gegenwart unterscheidet sich ebenso wie ihr Alter, ihre Geburtsorte und vieles mehr. Die Ambiguität der verbindenden Kategorie - in Deutschland zu leben oder gelebt zu haben - öffnet den Raum sich den Werken jedes Künstlers frei von kategorischem Denken zu nähern.