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Neues Rheinland. Die postironische Generation

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Cedo ou Tarde , 2008 Öl Auf Kreidegrund Auf Leinwand 40,7 X 51 Cm © Courtesy of the artist & Museum Morsbroich
Neues Rheinland. Die postironische Generation

Gustav-Heinemann-Str. 80
Leverkusen
51377
Germany
November 28th, 2010 - February 13th, 2011

QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.museum-morsbroich.de
COUNTRY:  
Germany
EMAIL:  
museum-morsbroich@kulturstadtlev.de
PHONE:  
+49 (0)214 85556-0
OPEN HOURS:  
Tue 11am-9pm, Wed - Sun 11am-5pm

DESCRIPTION

Die Ausstellung Neues Rheinland. Die postironische Generation zeigt 30 Positionen von Künstlerinnen und Künstlern, die alle im Rheinland arbeiten und größtenteils in den 1970er Jahren geboren wurden. In ihrer Arbeitsweise unterscheiden sie sich grundlegend von der Kunst der Achtziger Jahre, die ebenfalls im Rheinland eine ihrer wesentlichsten Keimzellen hatte.

Damit schafft diese junge Künstlergeneration eine Situation am Beginn des 21. Jahrhunderts, die zwar auf den Errungenschaften und Erkenntnissen der sogenannten Postmoderne basiert, diese aber nicht ungebrochen fortführt, sondern kritisch hinterfragt oder gar vollkommen negiert, um zu eigenen Themen zu finden.

Die Orientierung am Menschen, an seinen inneren Konstruktionen, seine Relationen zu dem ihn umgebenden Raum, die architektonischen Gestaltungen als Form des sozialen Miteinanders, die politischen, sozialen, gesellschaftlichen Hoffnungen auf die Wandlung der Dinge, die Visionen einer möglichen Metamorphose – dies alles scheinen Themen zu sein, die sich in den Werken der Künstlerinnen und Künstlern massiv in den Vordergrund schieben und die ihr kreatives Potential aus einem Prozess der Innerlichkeit schöpfen. Dies geschieht nicht mehr in einer gebrochenen, mehrfach gespiegelten oder ironischen Form der 1980er Jahre und auch nicht in der didaktischen Form der 1990er Jahre; vielmehr lässt sich eine grundlegende Ernsthaftigkeit erkennen, die oftmals dezidiert um die eigene Befindlichkeit kreist und eine neue Sicht auf unsere Zeit entwickelt.

Zur Ausstellung entsteht ein Katalog mit zahlreichen Farbabbildungen und mit wissenschaftlichen Essays von Jörg Heiser, Stefanie Kreuzer und Noemi Smolik sowie mit Kurztexten zu jedem Künstler. Die Kurztexte werden in Analogie zu den 30 künstlerischen Positionen von 30 „Schreibenden“ – Kuratoren, Journalisten, Künstlern – aus dem Rheinland verfasst, so dass eine Art kreative „Patchwork-Landschaft“ der Region entsteht.