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contesting/contexting SPORT 2016: to reclaim the field with art and activism

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Olympic Favela, 2013 © Courtesy of the Artist and Kunstraum Kreuzberg / Bethanien
contesting/contexting SPORT 2016: to reclaim the field with art and activism

Mariannenplatz 2
10997 Berlin
Germany
July 9th, 2016 - August 28th, 2016
Opening: July 8th, 2016 7:00 PM - 9:00 PM

QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.kunstraumkreuzberg.de
NEIGHBORHOOD:  
friedrichshain-kreuzberg
EMAIL:  
bethanien@kulturamtfk.de
PHONE:  
+49 (0)30.90.29.81.455
OPEN HOURS:  
Sun-Sat 11-8

DESCRIPTION

Eine Ausstellung der nGbK in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. nGbK-Projektgruppe ccSPORT: Mikel Aristegui, Imtiaz Ashraf, Z¹eljko Blac´e, Sarah Bornhorst, Andreea Carnu, Caitlin D. Fisher, Carmen Grimm, Stuart Meyers

Die Ausstellung und das Veranstaltungsprogramm fordern durch kritische Kunst und kreative aktivistische Praktiken das Feld des Sports heraus. Das Projekt schaut auf Diskriminierung aus feministischer und queerer Perspektive und ermutigt zur Emanzipation im Sport. Die „Welt des Sports“ wird kontextualisiert, fernab ihrer vermeintlichen Neutralität und Autonomie. Diverse gesellschaftspolitische Einflüsse, Erfahrungen und Bedingungen von und im Sport werden sichtbar gemacht.

Der Kontext SPORT prägt Normen und Identitäten maßgeblich – und meist auf einengende und schädigende Weise. Diese Ungerechtigkeit hat verschiedene Konturen, Formen und Orte im Sport – von Geschlechterdiskriminierung und der Unsichtbarkeit und Unterdrückung von LGBTIQ bis hin zur Arbeitsausbeutung und den städtischen Zwangsräumungen im Vorfeld sport-industrieller Großereignisse. Diskriminierung findet auf der persönlichen und lokalen Ebene statt; zwischen Sportler_innen, in Teams, Vereinen, zwischen Trainer_innen, Verwalter_innen, Fans, Sponsor_innen, in den Medien; auf der institutionellen Ebene und in Ausbildungsstrukturen, innerhalb der Berufsverbände, in Richtlinien und Regeln, in Organisationsabläufen sowie in der Gesetzgebung oder ihren Fehlstellen; auf der globalen, überkommerzialisierten Ebene sportlicher Großereignisse durch die Kommodifizierung von Körpern, Köpfen und Seelen, durch städtische Infrastrukturen und die Propaganda nationalstaatlicher Oligarchien; sowie überall dazwischen. Hier wird Rassismus, Sexismus, Kolonialismus, Homo-/Bi-/Transphobie/-feindlichkeit, Altersdiskriminierung, und Behindertenfeindlichkeit, Nationalismus, immer gemeinsam mit sozio-ökonomischer, kapitalistischer Klassenteilung und anderen Differenzachsen wirksam, die einander nähren und stützen. Leider werden die Systeme des SPORT überaus selten angefochten und kontextualisiert – stattdessen werden sie in ihrer derzeit bestehenden Form oft als selbstverständlich hingenommen.

2016: Diesen Sommer finden zwei SPORT-Großereignisse statt – die Männerfußball-Europameisterschaft (10. Juni - 10. Juli) in Frankreich und die Olympischen Spiele (5. - 21. August) in Rio de Janeiro, Brasilien. Dies bietet Gelegenheit und Notwenigkeit gleichermaßen, sich zu vernetzen und gemeinsam Räume für unabhängige, individuelle und basisdemokratische Ausdrucksweisen von, in und mit SPORT zu schaffen. Sport kann ein wirkmächtiges Feld sein, um Diskriminierung und Ungerechtigkeit im SPORT – aber auch darüber hinaus – anzugehen.
contesting/contexting SPORT 2016 in der nGbK und im Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien etabliert eine Plattform für transdisziplinären Austausch an den Schnittstellen von Kunst, Sport und Politik. Forscher_innen, Kritiker_innen, Fans und all ihre Visionen kommen zusammen und bestehende Auseinandersetzungen werden öffentlich weitergeführt. Es gilt neue Strategien zu entwickeln, um grenzübergreifend Nationalismus, Sexismus, Trans-/Inter-/Homophobie und Rassismus zu bekämpfen.

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