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GROTESK

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Alexander Patty geht auf dem Kopf die Treppe herunter., 15. Februar 1931 Photograph © Courtesy Laura Mars Gallery.
GROTESK
Curated by: Andreas Seltzer

Bülowstraße 52
10783 Berlin
DE
January 23rd, 2016 - March 5th, 2016

QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.lauramars.de
NEIGHBORHOOD:  
Other (outside areas listed)
EMAIL:  
info@lauramars.de
PHONE:  
+49 (0)30 61074630
OPEN HOURS:  
Wed-Fr, 1-7 p.m. Sat, 1-6 p.m.
TAGS:  
tapestry, painting, drawing, sculpture, photography, installation

DESCRIPTION

In seinem Text über die Karnevalisierung der Literatur beschreibt Michail Bachtin burleske Motive, die er der ästhetischen Konzeption der Renaissance zuordnet und „grotesken Realismus“ nennt. Diesem Grotesken, das im Werk von Rabelais genauso lebendig ist, wie in den Bildwelten von Hieronymus Bosch und Pieter Breugel d. Ä., geht es vor allem um die Fragwürdigkeit aller Ordnungen und Begrenzungen. Bei Rabelais etwa konzentrieren sich die Motive hauptsächlich auf die Darstellungen des Körpers, des Essens, des Trinkens, des Sexuallebens, des Ausscheidens. Imaginationsort dieser Motivik ist: die Hölle. Aber die ist „kein schauriger Feuerpfuhl, sondern eine fidele, auf den Kopf gestellte Welt.“

Dieser Welt und ihren Maskeraden widmet sich die von Andreas Seltzer kuratierte Ausstellung „Grotesk“ in der Laura Mars Gallery. Das Groteske wird hier als eine hybride Form verstanden, die zwischen Karikatur und schwarzem Humor, zwischen Schreckbildern und magischem Abwehrzauber, zwischen Rückgriffen auf den Manierismus und karnevalesken Erfindungen wechselt.

Das Spiel mit den Verwandlungskräften der Maske, die Lust an der Verzerrung, an Fratze und Grimasse, ergibt so ein vieldeutig fantastisches Pandämonium.

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