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OBERFLÄCHENTIEFGANG

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Paravent (Front) , 2013 Acryl and Permanent Marker on Aluminium, Mounted on Wooden Panel 5 Panels Each of Them 207 X 125 Cm (81 1/2 X 49 1/5 In.) © Courtesy of the artist & Aurel Scheibler / Photo: Nick Ash
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Paravent (Back) , 2013 Acryl and Permanent Marker on Aluminium, Mounted on Wooden Panel 5 Panels Each of Them 207 X 125 Cm (81 1/2 X 49 1/5 In.) © Courtesy of the artist & Aurel Scheibler / Photo: Nick Ash
OBERFLÄCHENTIEFGANG

Schöneberger Ufer 71
10785 Berlin
Germany
July 6th, 2013 - September 7th, 2013
Opening: July 5th, 2013 6:00 PM - 9:00 PM

QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.aurelscheibler.com
NEIGHBORHOOD:  
tiergarten
EMAIL:  
office@aurelscheibler.com
PHONE:  
+49 (0)30 25 93 86 07
OPEN HOURS:  
Tuesday-Saturday 11-6 / Dienstag-Samstag 11-18 Uhr
TAGS:  
mixed-media

DESCRIPTION

Aurel Scheibler freut sich, mit „OBERFLÄCHENTIEFGANG“ die nächste Einzelausstellung des Künstlers Wolfgang Betke (geb. 1958) anzukündigen. Die Ausstellung zeigt eine Reihe neuer Arbeiten, welche Betkes Fokus auf den künstlerischen Prozess hervorheben. Die Ausstellung ist vom 06. Juli bis zum 7. September zu sehen und eröffnet am Freitag, dem 05. Juli.
Leinwand, Aluminium und Holz sind die essentiellen Materialien, mit denen sich Betke in seinen Arbeiten auseinandersetzt. Seine Bild-Objekte sind aus unzähligen Schichten aufgebaut, sie akzeptieren und reflektieren zugleich Manipulation und Metamorphose. Die aus einem langwierigen Transformationsprozess hervorgegangenen Oberflächen offenbaren dabei ungesehene neue Realitäten und eröffnen dem Betrachter immer andere Formen des Sehens und sich stetig wandelnde Bedeutungen.
Im Mittelpunkt von „OBERFLÄCHENTIEFGANG“ steht ein eigens für die Ausstellung hergestellter fünfteiliger Paravent. Dessen Bildtafeln sind mit Acrylfarbe und Permanent Marker auf Aluminium gemalt, das auf Holzpaneele montiert ist. Die Formen werden durch Abkratzen, Abwischen und Abschleifen aus dem aufgetragenen Farbmaterial buchstäblich ‚herausgeschält’. Die Arbeit zeigt nicht nur Betkes außergewöhnliche Fertigkeit mit diesem Material umzugehen. Der Bildraum wird durch den sich im Aluminium spiegelnden Galerieraum erweitert, was bedeutet, dass die Betrachter sich selber und den Umraum schemenhaft im Bild als Teil des Formgeschehens wahrnehmen können. Jede Bewegung, jede Lichtveränderung ruft eine völlig neue Wahrnehmung hervor. Die Betrachter sind somit Teil einer niemals endenden Bildentstehung. Das Bild ist
prinzipiell nicht vollendbar.
Betke betont den Zustand des „Nicht-Wissens“, der die Voraussetzung für seine Arbeit darstellt. Er geht bewußt nicht von einem Konzept oder einem Plan aus, sondern versucht, seine Bildhandlungen frei von rationaler Begleitung entstehen zu lassen. Es ist gerade diese tastende und suchende Herangehensweise in Verbindung mit der Technik des Abschleifens, die dem Kunstwerk den Charakter eines Palimpsestes verleiht.
Wolfgang Betke studierte Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Hamburg, sowie Freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg bei Franz Erhard Walther. Seine Arbeiten sind in internationalen Stiftungen und Sammlungen vertreten. Als Maler, Schriftsteller und Performancekünstler lebt und arbeitet er in Berlin.