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umsetzen. Klasse Lucander

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Dae-cheon_lee_o
ohne Titel
Katrin_stender_ich_wusste_gar_nicht_dass_hier_b_ume_wachsen_foto
Ich wusste gar nicht, dass hier Bäume wachsen.
umsetzen. Klasse Lucander

Buelowstraße 90
10783 Berlin
Germany
May 22nd, 2010 - June 6th, 2010
Opening: May 21st, 2010 7:00 PM - 12:00 AM

QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.freies-museum.com
NEIGHBORHOOD:  
tempelhof-schöneberg
EMAIL:  
office@freies-museum.com
PHONE:  
+49 (0) 30 34 72 18 14
OPEN HOURS:  
Montag - Samstag, 12 - 19 Uhr, Sonntag 15 - 18 Uhr
SCHOOL ASSOCIATION:  
Universität der Künste Berlin
TAGS:  
mixed-media, installation, modern
COST:  
free entrance

DESCRIPTION

Die Klasse Lucander präsentiert im Freien Museum Berlin eine Ausstellung  mit dem Titel „umsetzen“. Der Begriff umsetzen hat unterschiedliche Bedeutungen: Zum einen meint er die Ausführung einer Idee, das Erdachte wird in die Realität umgesetzt und somit greifbar; Zum Anderen meint er die Änderung eines Standorts. Beide Begriffe, der der Realisation und der des Ortswechsels sind elementare Bestandteile der künstlerischen Arbeit. Im kreativen Prozess werden Ideen umgesetzt  und in die Wirklichkeit überführt. Im Schaffensprozess muss dabei immer wieder das bisher Geschaffene und Gedachte hinterfragt werden- der Künstler muss innehalten, sich setzen, oder auch einen Blickwinkel ändern, um das Bisherige aus einer anderen Perspektive neu zu betrachten. Wechselt ein Werk den Standort, zeigt es sich manchmal von einer ganz neuen Seite. Das Zusammenspiel von Perspektivwechsel und Realisation bestimmen also den Prozess des künstlerischen Schaffens, den Dialog, den der Künstler mit seinem Werk führt. Aber auch den, der zwischen Betrachter und Werk stattfindet. Die Klasse Lucander wird in dieser Ausstellung Sitzgelegenheiten gestalten, um dieses Handlungsfeld zu thematisieren. Die Sitzgelegenheiten sind ein Angebot an den Besucher, dieser kann sich nun hinsetzen um ein Kunstwerk zu betrachten, darüber nachzudenken und um neue Perspektiven zu gewinnen.

Viele zeitgenössische Künstler haben Stühle in ihrem Werk thematisiert: Franz West mit seinen Sitzgelegenheiten, die zur Partizipation aufrufen, zum Setzen; Martin Kippenberger, der in seiner Installation “The Happy End of Franz Kafka’s Amerika“ das Gegenübersetzen, das endlose Bewerbungsgespräch inszeniert; Oder Ai WeiWei, der 1001 antiquierte, chinesische Stühle als Kulturgut importieren lässt. Alle diese Ansätze haben eines gemeinsam: eine Handlung der Kommunikation. Jeder der teilnehmenden Künstler in dieser Ausstellung beschäftigt sich mit einer Anderen Fragestellung, den Prozess des Auseinandersetzens mit dem Werk teilen jedoch Alle. Er findet im Einzelnen statt, aber auch im Miteinander.

Die Klasse Lucander möchte mit dieser Ausstellung zum Austausch über Kunst beitragen und herzlich dazu einladen, sich auseinanderzusetzen und auch umzusetzen.