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Museum Morsbroich

Exhibition Detail
Revolutionen des Alltäglichen: Zeitgenössische Lateinamerikanische Kunst
Gustav-Heinemann-Str. 80
Leverkusen
51377
Germany


August 23rd, 2009 - November 1st, 2009
Opening: 
August 23rd, 2009 12:00 PM - 4:00 PM
 
Drawing (As a drop I am going out of my home), Diango HernándezDiango Hernández,
Drawing (As a drop I am going out of my home),
2006, verschiedene Möbel, Gegenstände durch ein Wasserrohr verbunden
© Courtesy Inhotim Collection, Minas Gerais, Brazil
Quick Standards, Gabriel KuriGabriel Kuri, Quick Standards,
2006, Erste-Hilfe-Decken und Holz
© Courtesy der Künstler und Galerie Franko Nero, Turin Foto: Antoine Levi
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> ARTISTS
> QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.museum-morsbroich.de
COUNTRY:  
Germany
EMAIL:  
museum-morsbroich@kulturstadtlev.de
PHONE:  
+49 (0)214 85556-0
OPEN HOURS:  
Tue 11am-9pm, Wed - Sun 11am-5pm
TAGS:  
object
> DESCRIPTION

Das Museum Morsbroich zeigt in einer Gruppenausstellung mit Alexandre da Cunha (*1969, Brasilien), Diango Hernández (*1970, Cuba), Gabriel Kuri (1970, Mexico), Glenda León (1976, Cuba), Jorge Macchi (*1963, Argentinien), Wilfredo Prieto (*1978, Cuba), Martin Soto Climent (*1977; Mexico) und Valeska Soares (*1957, Brasilien) zeitgenössische lateinamerikanische KünstlerInnen, deren künstlerisches Interesse einem konzeptuellen Ansatz folgt.

Einerseits thematisieren die KünsterInnen die Materialität ihrer Arbeiten, indem sie oftmals Alltagsgegenstände aus ihrem traditionellen Kontext nehmen und sie durch Eingriffe in ihre Ausgangssubstanz in einen neuen Sinnzusammenhang stellen. Durch diese künstlerische Vorgehensweise schärfen sie auf der Seite des Betrachters das Bewusstsein für die Form und Materialität der Dinge, da sich der scheinbar so bekannte und vertraute Alltagsgegenstand in ein vollkommen neues Objekt zu wandeln scheint. Im Abgleich der Wahrnehmungen zwischen Vertrautheit und Irritation entwickelt sich nicht nur die Komplexität des Formenrepertoires, sondern auch der intellektuelle Spielraum für das Schaffen neuer Bedeutungen.

Andererseits greifen die KünstlerInnen in ihren Arbeiten aber auch gezielt auf bestehende kulturelle Verweissysteme zurück. Die Kunst als ein solches Bezugssystem und vor allem die Geschichte der Moderne bilden hierbei einen wesentlichen Referenzpunkt. Indem die KünstlerInnen die an der Ideologie der Moderne geschulte Formensprache zitieren und damit in Erinnerung rufen, brechen sie sie aber sogleich in der Behandlung der Objekte wieder auf oder kehren auf semantischer Ebene ihre Bedeutung um. Damit agieren sie im Bereich der kritischen Hinterfragung gegebener Wertesysteme und Ideologien und reagieren dergestalt auch auf eine immer stärker globalisierte und paradoxerweise immer mehr auseinanderfallende Welt.

In diesem Zusammenhang spielt das Prekäre oder die Kunst der Improvisation, die sich in vielen der Werke wiederfindet, eine entscheidende Rolle – auch im Hinblick auf die ad hoc arrangierte Lösungsidee, die ein subversives, revolutionäres Element in sich trägt.

Die Ausstellung wird von Stefanie Kreuzer kuratiert.

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