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Galerie im Taxispalais, Innsbruck

Exhibition Detail
Voice & Void
Curated by: Thomas Trummer
Maria-Theresien-Str. 45
A-6020 Innsbruck
Austria


April 19th, 2008 - June 8th, 2008
Opening: 
April 18th, 2008 7:00 PM - 10:00 PM
 
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> ARTISTS
> QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.galerieimtaxispalais.at
COUNTRY:  
Austria
EMAIL:  
taxis.galerie@tirol.gv.at
PHONE:  
+43 512 508-3171
> DESCRIPTION

 

Die Gruppenausstellung Voice & Void [dt. Stimme und Leere] widmet sich der Darstellung

der menschlichen Stimme – und der Abwesenheit der Stimme – in der bildenden Kunst.

Die Stimme und ihr Verklingen, das Sprechen und der Verlust von Sprache, die Präsenz,

aber auch Immaterialität der Stimme, das Verhältnis zwischen Stimme und Körperlichkeit

sowie Ton und Bild sind nur einige der Schwerpunkte.

Die Ausstellung untersucht die Effekte, die entstehen, wenn eine Sinneswahrnehmung durch

eine andere ersetzt wird und unter welchen Umständen die Stimme durch andere Medien

vermittelt werden kann, sei es durch aufgeschriebene Notation, technische Aufnahmen oder

visuelle Repräsentation. Zum einen besitzt die Stimme in ihrem unmittelbaren Ausdruck ganz

spezifische Qualitäten, zum anderen „wird die besondere Medialität der Stimme oft erst

dadurch sichtbar, dass sie in andere Medien übersetzt wird“ (Thomas Trummer). Immer

wieder setzen die Arbeiten das Verhältnis von Bild und Ton auf eine Weise ein, dass sich die

Charakteristika und Eigenheiten der Bild- und Klangwelt wechselseitig definieren,

hervorheben oder auch unterlaufen.

Die Ausstellung umfasst dreizehn sehr unterschiedliche Zugänge zum Thema „Stimme und

Leere“. Historische Referenzpunkte bilden dabei die legendäre Performance von Joseph

Beuys „Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt“ (1965), die in Fotografien von Ute

Klophaus präsent ist; weiters die Textblätter „Lecture on Nothing (Silence)“ (1959) von John

Cage, der die Akustik einer mit „Präsenz“ angefüllten Stille durch Text-Notationen verbal und

visuell umsetzt; und die Arbeit „Tonfilm“ (1969) von VALIE EXPORT, einem Entwurf für eine

Performance, in der die Stimme über technologische Eingriffe an Stimmritze und Ohr

manipuliert wird.

An diese frühen Arbeiten knüpfen eine Reihe von zeitgenössischen Untersuchungen zum

Phänomen der Stimme – inklusive ihrer Abwesenheit – an. Dazu gehört eine Arbeit der

amerikanischen Künstlerin Rachel Berwick, eine Installation mit zwei lebenden Papageien:

Der Naturforscher Alexander von Humboldt war auf seinen Reisen durch Südamerika 1799

am Amazonas auf einen Papagei gestoßen, der als einziges Lebewesen noch die Sprache

des kurz zuvor ausgerotteten indigenen Stammes der Mayporé sprach. Humboldt zeichnete

die Phonetik von 40 Begriffen dieser verlorenen Sprache auf, die in der Arbeit von Berwick

nun wiederbelebt wird.

Hans Schabus bezieht sich in einer ortsbezogenen Installation auf die spezifische akustische

und visuelle Situation verborgener Räume, die er durch die Übertragung in den

Ausstellungsraum wahrnehmbar macht.

Die Arbeit von Asta Gröting dreht sich um den Prozess des Bauchredens, in dem der Redner

nicht mehr nur Sprecher ist, sondern zum Zuhörer und Kommunikationspartner seiner

eigenen „zweiten Stimme“ wird.

Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe weiterer Arbeiten von Janet Cardiff/Georges Bures

Miller, Anna Gaskell, Christian Marclay, Melik Ohanian, Nedko Solakov und Julianne Swartz,

die sich mit der Stimme als Trägerin von Sprache, Kommunikation und körperlichem

Ausdruck auseinandersetzen.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Thomas Trummer, der das Projekt im Rahmen eines

internationalen Stipendiums des Aldrich Contemporary Art Museum in Ridgefield, CT (USA)

ausgearbeitet hat, von wo die Ausstellung auch übernommen wird.

KünstlerInnen der Ausstellung:

Rachel Berwick (USA), Joseph Beuys / Ute Klophaus (D), John Cage (USA),

Janet Cardiff und George Bures Miller (CA), VALIE EXPORT (A), Anna Gaskell (USA),

Asta Gröting (D), Christian Marclay (USA), Melik Ohanian (F), Hans Schabus (A),

Nedko Solakov (BG), Julianne Swartz (USA), Cerith Wyn Evans (GB)

Katalog

Thomas Trummer (Hg.), Voice & Void, D.A.P. Publishers, New York 2007

Für die Ausstellung in Innsbruck erscheint ein Zusatzband mit deutschen Übersetzungen.

Übernahme der Ausstellung von The Aldrich Contemporary Art Museum, Ridgefield,

Connecticut, USA

 


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