STREET now open! Chicago | Los Angeles | Miami | New York | San Francisco | Santa Fe
Amsterdam | Berlin | Brussels | London | Paris | São Paulo | Toronto | China | India | Worldwide
 
Worldwide

ANDREAS GRIMM - MÜNCHEN

Exhibition Detail
Olympiapark
Türkenstrasse 11
D-80333 München
Germany


May 17th, 2013 - June 25th, 2013
Opening: 
May 16th, 2013 7:00 PM - 9:00 PM
 
, Andreas ChwatalAndreas Chwatal
© Courtesy of the artist & ANDREAS GRIMM - MÜNCHEN
> QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.andreasgrimmgallery.com
COUNTRY:  
Germany
EMAIL:  
INFO@ANDREASGRIMMGALLERY.COM
PHONE:  
+49 89 38 85 92 40
OPEN HOURS:  
Tuesday - Friday, 11 am - 6 pm, Saturday, 11 am - 2 pm
> DESCRIPTION

ANDREAS GRIMM MUNCHEN freut sich Ihnen die erste Einzelausstellung des in München lebenden Künstlers Andreas Chwatal (*1982, Regensburg) in der Galerie zu präsentieren. Die Ausstellung Olympiapark zeigt großformatige Zeichnungen auf Plane sowie neue Zeichnungen auf Papier. Der Künstler ist anwesend.
In der Ausstellung Olympiapark treibt Andreas Chwatal seine Idee von „Park“ auf die Spitze: „Park“ versteht er als Naturraum, der immer schon Teil der Kultur ist. Monumentale Planen gliedern in der Ausstellung den Raum und sind gleichzeitig Träger von Zeichnungen. Die erste sichtbare Plane mit dem Titel "Indi" zeigt einen Jungen, der in einem ornamental verschnörkelten Baum sitzt und liest. Die Natur wird als Sehnsuchtsort inszeniert, aber nicht nach einem ursprünglichen Leben. Sie ist bei Chwatal immer schon Teil seines künstlerischen Programms. Die Indi-Bewegung erscheint als aktualisiertes Hippietum, das immer schon weiß, dass die Natur nicht ursprünglich ist. Damit ist Chwatals Idee von „Park“ skizziert, die er seit geraumer Zeit konsequent fortführt (Ausstellung Park, Prince of Wales, München, 2012).
In der Arbeit Olympia ringt ein muskulöser Mann mit einem Panther. Damit spielt der Künstler auf eine klassische olympische Disziplin an und zitiert gleichzeitig den Münchner Olympiapark als Sportstätte. Doch was als Kampf die mythologische Tiefenstruktur des Herkules, der den Löwen bändigt, mit sich bringt, kann auch als Tanz verstanden werden. Die Figuren gehen ineinander über, der Ringer steht dem Panther auf dem Schwanz und die ganze Begegnung könnte ein lustvolles Ringen des Mannes mit seinen eigenen Trieben sein.
 
Zwei weitere Planen nehmen die Motive der phantasierten Begegnung in Kontexten auf, die ebenfalls auf mythologische Szenen referieren: Ein Straßenkampf wird zur antiken Schlacht und ein Rugbyspieler, der mit einem Kätzchen flirtet, wird zu Moreaus Ödipus und die Sphinx. Die Anstrengung in Sport oder Kampf wird in einer skulpturalen Arbeit mit poetisierter Faulheit konfrontiert: Eine Fledermaus schläft unter Turnschuhen an der Wand. Die Vermischung von high und low spiegelt sich auch in der Verwendung schillernder Farboberflächen zwischen bronze und orange wider.

Chwatal nutzt die Planen, um seinen Zeichnungen eine dreidimensionale Ausdehnung im Raum zu geben. Die Assoziation zu rechteckigen Parterres in Parks ist gegeben. Durch die Hängung wird die klare Linie immer wieder gebrochen. Dieses Konzept wird in der Schriftarbeit No wall is straight, die buchstäblich den Rahmen sprengt, fortgeführt. Eine formale Zuspitzung erfährt die ganze Ausstellung mit einer Arabeske, die sich blauviolett über eine Ecke zieht.

Andreas Chwatal absolvierte 2013 sein Diplom an der Akademie der bildenden Künste München bei Prof. Markus Oehlen. Seit 2008 hat er an zahlreichen Ausstellungen teilgenommen (u.a. Weltraum München, Kunstverein München sowie bei Let’s party for a piece of art in der Pinakothek der Moderne, München).


Copyright © 2006-2013 by ArtSlant, Inc. All images and content remain the © of their rightful owners.