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Charim Galerie

Exhibition Detail
Solo Exhibition
Dorotheergasse 12/1
1010 Wien
Austria


December 14th, 2012 - February 23rd, 2013
Opening: 
December 13th, 2012 7:00 PM - 9:00 PM
 
O.T., Andreas Reiter RaabeAndreas Reiter Raabe, O.T.,
2012 , Acryl und Lack auf Leinwand , 190x170 cm
© Courtesy of the artist & Charim Galerie
> QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.charimgalerie.at/
COUNTRY:  
Austria
EMAIL:  
charim@charimgalerie.at
PHONE:  
+43 1 512 09 15
> DESCRIPTION

Andreas Reiter Raabe zeigt in seiner ersten Einzelausstellung in unserer Galerie neue Werke
aus unterschiedlichen Arbeitsphasen.
Renate Wiehager entwickelt in der Auseinandersetzung mit dem Werk von Andreas Reiter
Raabe mit dem Begriff der „Distanz“ ein perspektivierendes Konzept, das die
unterschiedlichen Werkgruppen zueinander in Beziehung setzt.
„Das Werk von Andreas Reiter Raabe hat sich von Beginn an als eine Abfolge von
Distanzergreifungen realisiert. Die Formen der Distanznahme umgreifen ein denkbar weites
Spektrum – intelektuelle Kritik, materielle Experimente, gezielte Dislokation von Selbst und
Werk während langer Reisen, dialogisches Verrichten und neu Entwickeln von Erkenntnis und
Gewissheit. Der Begriff der Distanz wäre für Andreas Reiter Raabe künstlerisch zu wenden,
insofern er von den frühen Lackbildern und Rahmenobjekten bis zu seinen aktuellen
konzeptuellen Bildfindungen immer zugleich an der professionellen Beherrschung eines
künstlerischen Mediums und an der gleichzeitigen Überwindung desselben gearbeitet hat.
Man könnte, anders gesagt, Reiter Raabe – in Phasen der Distanznahme – als Rezipienten
seines eigenen Werkes bezeichnen. Im künstlerischen Verfertigen sich selbst beobachtend
als Teilnehmer von Kunstgeschichte. Er hat das geistige und formale Repertoire der
wesentlichen Ismen der Moderne – vom Readymade über Informel, Zero, Minimal und
Concept Art bis zu Apropriation – nach eigenen Parametern noch einmal durchgespielt, um
sich gleichsam den Gang der Argumentation zu vergegenwärtigen. Eine gewisse strategische
Vorgehensweise ist Reiter Raabe hier ebenso wichtig wie ein intuitives Sich-leiten-lassen von
Anregungen, Zufällen oder visuellen Eindrücken. Alle Werkgruppen kontrastieren durch ihren
Umgang mit der Farbe – dem Material der Malerei – den Zufall mit Kontrolle, Ordnung mit
Unordnung und illustrieren so den Konflikt zwischen Geist und Materie.“ (Renate Wiehager)
Martin Prinzhorn wiederum betont das Prozesshafte, das den Gestaltungsmaterialien selbst
Bildlichkeit zukommen läßt.
„Es ist immer wieder die Betonung des Prozesses, die bei den Bildern Reiter Raabes
vorherrscht. Planung und Zufall, bzw. Intuition werden gleichsam auf einer höheren Ebene
verhandelt, die das Wissen über die surrealistische Bildmaschine oder den erweiterten
expressiven Körper mit enthält und anspricht, nah am Spannungsfeld zwischen Bild einerseits
und Installation und Skulptur andererseits. In den Bildern geht es nicht um Auflösung im Sinne
einer Reduktion zum puren Bild hin, sondern sie handeln auch immer davon, das Material
zum Bild zu machen.“ (Martin Prinzhorn)


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