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Galerie Gebr. Lehmann, Dresden

Exhibition Detail
Drawn Films. 1971 - 2009.
Gorlitzer Strasse 16
D-01099 Dresden
Germany


March 24th, 2012 - May 5th, 2012
Opening: 
March 23rd, 2012 6:00 PM - 9:00 PM
 
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© Courtesy of Galerie Gebr. Lehmann
> QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.galerie-gebr-lehmann.de
COUNTRY:  
Germany
EMAIL:  
info@galerie-gebr-lehmann.de
PHONE:  
+49 0351 801 17 83
OPEN HOURS:  
Tue-Fri 10am-6pm; Sat 11am–2pm
TAGS:  
pop, video-art
> DESCRIPTION

Tanaami erlebte als Neunjähriger die Bombardierung seiner Heimatstadt und nach der Kapitulation Japans die „radikale Überformung durch die US-Amerikanische Kultur“ - Erlebnisse die ihn und seine Kunst bis heute prägen.

Als er in der Junior High School war, besuchte er das Studio von Kazushi Hara, einer der wichtigsten Karikaturisten der Nachkriegszeit. Nach dem Tod von Hara wandte Tanaami sich den Illustrationen und Mangas, der populären Künstler Shigeru Komatsuzaki und Soji Yamakawa zu.

Am Widerstand seiner Eltern scheiterte ein Kunststudium; Resultat der geringen Wertschätzung der Kunst im damaligen Japan. Schließlich aber konnte er Design an der Musashino Universität, Tokio studieren.

Er erwarb sich schnell große Anerkennung und gewann eine der renommiertesten Design-Auszeichnungen des JAAC (Japan Advertising Artists Club). Zusammen mit den führenden Persönlichkeiten des Neo-Dada Japan wie Tomio Miki und Ushio Shinohara arbeitet Tanaami  als Grafiker und Filmkünstler. Er wurde mit Robert Rauschenberg und dem Kunstkritiker Michel Tapie bekannt. Auf dem Höhepunkt der psychedelischen Kultur und der Pop-Art-Bewegung, gewann Tanaamis kühnes und farbenfrohes Design große Anerkennung im In-und Ausland. Unter anderem schuf er die Album-Cover für The Monkees und Jefferson Airplane.

Im Jahre 1969 reiste Tanaami zum ersten Mal nach New York und traf auf eine interessierte Kunstszene. Inspiriert durch die experimentellen Filme von Andy Warhol, Kenneth Anger, Jonas Mekas und Underground Comic-Zeichner Robert Crumb, begann er, seine eigenen Filmaktivitäten zu verstärken. Ausschlaggebend dafür wird wohl auch sein Besuch des (Sogetsu) Animation Festival 1965 gewesen sein, bei dem er auch mit Yoko Ono und Nam June Paik in Berührung gekommen ist. Seine frischen Avantgarde-Filme brachten ihm sofort eine hohe Anerkennung und erhielten bei Festivals und Ausstellungen auf der ganzen Welt Auszeichnungen. Bald darauf entstanden die ersten Tanaami-Klassiker wie Good-by Marilyn (1971), Good-by Elvis and USA (1971), Crayon Angel (1975) und Sweet Friday (1975). Seine Filme liefen nun regelmäßig etwa bei den Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, dem Ottawa International Animation Festival und wurden z.B. im Centre Pompidou, Paris und im MoMA, New York gezeigt.

In der Ausstellung werden zwölf Filme aus den Jahren von 1971 bis 2009 gezeigt, die durch Siebdrucke, Storyboards und Zeichnungen ergänzt werden.


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