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Berlin

PG LAB

Exhibition Detail
KEIN SCHWEISS AUFS HOLZ
Spener Str. 1
10557 Berlin
Germany
Main-recommend2-00efe575372c445bf9143ee2903db57d 2 people have recommended this exhibit


April 15th, 2010 - June 20th, 2010
Opening: 
April 15th, 2010 7:00 PM - 11:00 PM
 
KEIN SCHWEISS AUFS HOLZ, KEIN SCHWEISS AUFS HOLZ, 2010
> QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.pglab.de/
NEIGHBORHOOD:  
charlottenburg-wilmersdorf
TAGS:  
performance, video-art, digital, mixed-media, photography
> DESCRIPTION

 

Längst gehört der Umgang mit und die Produktion von medialen Erzeugnissen für die Kinder der 1980er Jahre zum guten Ton. Nehmen, kommentieren, samplen, remixen, weitergeben. Die Trennung von Avantgarde und Kitsch, von High und Low Culture ist aufgehoben. Verwendet wird, was gefällt.

Auch Constantin Hartenstein, Iris Musolf, Karin Then und Clemens Wilhelm haben sich diesen kulturellen Praktiken angenommen und sind in ihnen zu Hause. Verwendung findet vermeintlich Triviales wie Video, Kino-Blockbuster, Roman-Bestseller, Urban Screen, T-Shirt und Button – sämtlich vertraut aus Massenmedien und Werbung. Jedoch nicht um sich in ironischer Weise direkt davon zu distanzieren, sondern einfach weil es dem alltäglichen Repertoire entstammt. Das Ideal der „ernsthaften Kunst“ muss hier niemand mehr retten. Dass die Massenmedien unter Generalverdacht der Manipulation stehen, ist längst bekannt (vgl. auch Holger Liebs, 2006). Trotzdem kann man den vier Künstler nicht vorwerfen Kritik-Verweigerer zu sein, apolitisch oder gar Ja-Sager. Medienkritische Positionen werden ebenso mitgedacht, wie explizit thematisiert. Als Kinder ihrer Zeit geben sie sich dem Vergnügen hin, mit den Medien zu spielen und sie sich zu Eigen zu machen, um mit ihnen schließlich eigene Geschichte/n zu schreiben. Das Monopol auf das Schreiben von Bedeutung wird nicht den anderen überlassen. Hier wird mitgeschrieben. Gefundenes wird als Schablone verwendet und an Eigenes und Fremdes auf der Suche nach Übereinstimmung, doch vor allem auf der Suche nach der Differenz zwischen Signifikant und Signifikat, angelegt: „Mind the gap!“

-Syelle Hase


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