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Berlin

Laura Mars Gallery

Exhibition Detail
ROCK HARD
Sorauer Str. 3
10997 Berlin
Germany


August 22nd, 2009 - September 26th, 2009
Opening: 
August 21st, 2009 8:00 PM - 12:00 AM
 
, Jan-Holger MaussJan-Holger Mauss
© Laura Mars Grp.
> QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.lauramars.de
NEIGHBORHOOD:  
treptow-köpenick
EMAIL:  
info@lauramars.de
PHONE:  
+49 (0)30.61.07.46.30
OPEN HOURS:  
Tue-Fr, 1-7 p.m. Sat, 1-5 p.m.
TAGS:  
porn, magazine, landscape
> DESCRIPTION

Mit ROCK HARD präsentiert Laura Mars Galerie eine Auswahl jüngst entstandener Arbeiten des in Hamburg lebenden Künstlers Jan-Holger Mauss aus der Serie ONS in einer Einzelausstellung.

Das Ausgangsmaterial für die ONS-Arbeiten sind schwule Pornomagazine ab 1945. Mauss wählt Seiten aus, auf denen nackte Männer vor Landschaften, in heute skurril wirkenden Interieurs oder vor gemalten Pappkulissen posieren. Mit speziell angefertigten Radiergummis bearbeitet er die abgebildeten Körper so, dass sie sich fast in der Umgebung auflösen, selber zu Felsen, zum Teil eines Bettdeckenreliefs oder einer Wanddekoration werden. Dennoch bleiben dort, wo die nackten Körper verschwunden sind, Spuren zurück: Unschärfen, Schlieren, eigenartige Ornamente. Der Blick auf das vermeintlich menschenleere Bild wird durch etwas schwer Zuzuordnendes irritiert und beunruhigt. Von diesen Leerstellen aus werden die Blätter neuerlich zum Anlass für Phantasien und erotische Projektionen.

Der Ausstellungstitel ROCK HARD geht auf den Titel eines Magazins zurück, das muskulöse Männer in dramatischen Felsenlandschaften inszeniert. Jan-Holger Mauss nimmt das beim Wort und ironisiert es zugleich, indem sein weicher Radiergummi die Körper tatsächlich in Stein verwandelt. Das spielt mit Übergängen zwischen Fotografie, Grafik und Bildhauerei . Und sogar die Textpassagen der Pornos werden durch die Radierungen zu einer ebenso surrealen wie komischen Wort-Kunst.

Im Anschluss an sein Studium an der Hamburger Hochschule für bildende Kunst entwickelt Jan-Holger Mauss seit über zwanzig Jahren transformationsästhetische Arbeitsformen und -verfahren. In AYOR, einer Serie von Schwarzweiß-Fotografien menschenleerer schwuler Cruising-Areas in Parks und Wäldern, ahnen nur Eingeweihte hinter der Idylle den Sex der letzten Nacht. In seinen B2B-Aktivitäten stellt er sich als Künstler-Modell und Muse in einem Netzbikini anderen Künstler/innen für deren Arbeiten zur Verfügung. Fragen nach dem Eigentum am Bild und danach, wer ein Bild macht, tauchen dabei auf; Grenzen von künstlerischer und sozialer Arbeit, Kooperation und Prostitution werden durchlässig.

 





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