Ausstellung des Heidelberger Kunstvereins, präsentiert von der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin, in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, unterstützt von der Kulturstiftung des Bundes.
Die Ausstellung thematisiert Strategien territorialer Ein- und Ausgrenzungen in Städten des 21. Jahrhunderts. Im Zentrum der Ausstellung, an der 34 Künstlerinnen und Künstler mit insgesamt 24 Arbeiten teilnehmen, steht die Auseinandersetzung mit den Städten Dubai und Caracas, die mit ihrem Wechsel von Elends- und Wohlstandswohngebieten exemplarisch sind für urbane Abgrenzungsphänomene. Das Projekt ist aus der Überzeugung heraus entstanden, dass Konstellationen sozialer Polarisierung und räumlicher Fragmentierung auch in europäischen Zentren wie Berlin zu finden sind und stetig zunehmen werden.
Viele der eingeladenen Künstler_innen haben ihre Arbeit in der Auseinandersetzung mit den Großstädten Lateinamerikas bzw. der Vereinigten Arabischen Emirate entwickelt. So zeigt der venezolanische Künstler Alexander Apostol in seinen Großformatfotografien, wie die Utopien der einstigen Ölboomtown Caracas in wehrhafte, fensterlose Gebäude münden, die in jedem Fremden einen Feind vermuten. Die in Berlin lebenden Künstler Alice Creischer+Andreas Siekmann haben für die Ausstellung wiederum ihr 2003 gestartetes Projekt „Atlas (Spaces in Subjunctive)“ erweitert, das die wirtschaftlichen Bedingungen innerhalb Dubais illustriert.
Während der Ausstellung findet ein Begleitprogramm statt, das theoretische Hintergrundsinformationen und Erfahrungen vor Ort zugänglich macht.