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Berlin

km temporaer

Exhibition Detail
surplus living group exhibition
Molkenmarkt 2
10179 Berlin
Berlin
Germany


March 15th - March 23rd
Opening: 
March 15th 7:00 PM - 11:59 PM
 
MALL OF AMERICA, Josephine MeckseperJosephine Meckseper, MALL OF AMERICA,
2009, VIDEO, 12:52
© © JOSEPHINE MECKSEPER, COURTESY OF ANDREA ROSEN GALLERY, NEW YORK.
> ARTISTS
> QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://kmtemporaer.de/home.eng.html
NEIGHBORHOOD:  
mitte
EMAIL:  
info@kmtemporaer.de
TAGS:  
conceptual, performance, installation, photography, mixed-media, sculpture, video-art, digital
> DESCRIPTION

As the meta-category of (technologically mediated, and micro-published) ‘experience’ is increasingly the commodity du jour in contemporary economic analysis, as well as, correlatively, art criticism, how does this put pressure on how the art object functions as a commodity, not least in a period of continuing (despite wider economic and social austerity) art market boom?

 

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Die Ausstellung „surplus living group exhibition“ setzt sich mit aktuellen Tendenzen im Produktions- und Konsumdiskurs auseinander und beleuchtet Konzepte der Wertschöpfung und Arbeitsteilung, die im “Zeitalter des Prosumenten” an Bedeutung gewinnen.

Der Wandel zu einem neuen Verständnis von Fortschritt basiert auf manipulativem Wirtschaften, das die Benutzerfreundlichkeit von Technologie in den Fokus rückt. Während dem Verbraucher anhand von konfigurierbaren Produkten eine Harmonisierung zwischen der Selbstbestimmung des Individuums und den Strukturen des Massenkonsums suggeriert wird, führt eine immer intelligenter agierende Computerisierung unserer beruflichen und privaten Lebensbereiche zu einer tiefgreifenden Kapitalisierung der sozialen Sphäre. Es sind unsere Beziehungen zu Personen und Daten, die als Grundlage für die Spekulation des Kapitals dienen, mit uns, den Nutzern selbst als primäre Warenform - ein Phänomen, das Diedrich Diederichsen als "modernen Kapitalismus der Selbstoptimierung” beschreibt. Dieses Konzept des prosumierenden neoliberalen Selbst als optimale Ware findet sich in der gegenwärtigen Produktion und Distribution von Kunst verwirklicht, wobei der Künstler selbst als stärkstes und zugleich schwächstes kapitalistisches Subjekt jene zeitgenössische Form der Arbeit am exemplarischsten widerspiegelt.

            

Die Ausstellung versammelt verschiedene künstlerische Positionen, die das Beziehungsgefüge zwischen Ware und Kunstwerk unter den heutigen sozialen und ökonomischen Bedingungen erforschen. Sie eröffnet die Möglichkeit, Strategien, um die existierende Logik der Kommodifizierung zu durchbrechen, nachzuvollziehen. Die präsentierten Arbeiten lassen verschiedene Ansätze der künstlerischen Kritik und deren Bedeutung als Katalysator zur Transformation des bestehenden Kapitalismus erkennen. Einige der teilnehmenden Künstler experimentieren mit multiplen Materialien sowie vorgefundenen Objekten der Konsumkultur und bedienen sich in ihren Werken Produktästhetiken, die auf die Konstruktion ihrer eigenen Individualität zurückzuführen sind. Statt Reflexion explizit politischer Inhalte kennzeichnet die Erzeugung einer dem Objekt zugewandten Diskursivität ihr Schaffen. Mittels Aneignung marktwirtschaftlicher Strategien sowie Verschmelzung von künstlerischer Praxis und ökonomisch-gesellschaftlichen Prozessen entwickeln die Künstler neue Formen der Subversivität, die vorhandene institutionelle Strukturen nutzt, um hegemoniale Systeme von innen heraus zu transformieren. Künstlerische Ansätze, die dagegen einem divergenten Verständnis von Realismus als ästhetische Methode folgen, üben durch autonome Formen der Selbstorganisation Kritik an gesellschaftsrelevanten Entwicklungen und lassen so die Grenzen zwischen Kunstproduktion und politischem Aktivismus verschwimmen.


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