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Berlin

Konrad Fischer Galerie

Exhibition Detail
New Colorstudies 1976 / 2012
Lindenstrasse 35
10969 Berlin
Germany


April 26th, 2013 - June 1st, 2013
Opening: 
April 26th, 2013 6:00 PM - 9:00 PM
 
, Jan DibbetsJan Dibbets
© Courtesy of the artist & Konrad Fischer Galerie
> QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.konradfischergalerie.de
NEIGHBORHOOD:  
friedrichshain-kreuzberg
EMAIL:  
berlin-office@konradfischergalerie.de
PHONE:  
+49 (0)30 505 968 20
OPEN HOURS:  
TU, WE, TH, FR, SA 11am to 6pm
TAGS:  
photography
> DESCRIPTION

Die Konrad Fischer Galerie Berlin freut sich, zum Gallery Weekend 2013 eine Ausstellung mit neuen Arbeiten von Jan Dibbets ankündigen zu dürfen.
Jan Dibbets zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Conceptual Art. Im Unterschied zu vielen Künstler seine Generation nahm Dibbets sein Medium ernst als er Ende der 1960er Jahre anfing, die Möglichkeiten und Grenzen der Fotografie auszuloten. So führen die frühen „PerspektivKorrekturen" das illusionistische und täuschende Potenzial des Mediums bereits 1968 exemplarisch vor. Aus Seilen gebildete trapezoide Formen werden aus einem bestimmten Winkel fotografiert zu seltsam im Bildraum schwebenden Quadraten - unsere gewohnte Wahrnehmung der Realität findet in diesen frühen Aufnahmen Dibbets keine Entsprechung mehr.
Zum ersten Mal in Deutschland zeigen wir in dieser Ausstellung großformatige Arbeiten aus der Serie New Colorstudies 1976/2012. Basierend auf Negativen aus den 1970er Jahren nutzt Dibbets nun die technische Möglichkeit der starken Vergrößerung der alten Motive. Auf diese Weise entstehen fast malerisch anmutende monochrome Farbflächen, die auf extrem vergrößerten Ausschnitten von Nahaufnahmen von Motorhauben basieren. Bargen die Vorlagen noch Anhaltspunkte zur Orientierung des Betrachters, wie Reflexionen des Himmels oder erkennbare Teile von Autotüren, wirken die großformatigen Arbeiten noch abstrakter und auf die pure Erscheinung von Farbe reduziert. Die Fotografien wirken auf paradoxe Weise abstrakt und geben ihre Gegenstände gleichzeitig präzise wieder. Wie andere Werkgruppen von Dibbets verweisen auch die neuen Farbstudien auf die Erkenntnis, dass ‚Realität eine Abstraktion ist’.
Stellte sich angesichts der frühen Serie noch die Frage, welche Farben die Bilder eigentlich studieren - sind es die normierten Farben der Autolacke oder die Ihnen angepassten Farben des fotografischen Films? – lassen die neuen Farbstudien eine solche Frage ins Leere laufen. Fast alle Farben der neuen Bilder sind vom Künstler digital manipuliert und so scheint sich die neue Serie weder für die Erkundung von Materialfarben noch für deren photographische Repräsentation zu interessieren, sondern eher auf die Erkundung unserer Wahrnehmung von Farben in fotografischen Bildern abzuzielen, deren Beziehung zur Realität aufgehoben erscheint.
Jan Dibbets wurde 1941 in Weert, Niederlande geboren. Er war mit seinen Arbeiten bei der documenta 5, 6 und 7 vertreten sowie mehrfach bei der Biennale in Venedig eingeladen. Seine Arbeiten sind Teil zahlreicher institutioneller Sammlungen vertreten, wie der des Museum of Modern Art, New York, der Tate Modern, London, des Centre Pompidou, Paris und des Stedelijk Museum, Amsterdam. Von 1984 bis 2004 lehrte er an der Kunstakademie Düsseldorf. 1968, ein Jahr nach Gründung der Galerie, zeigt Konrad Fischer bereits erste Arbeiten von Jan Dibbets.


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