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Berlin

Galerie Cinzia Friedlaender

Exhibition Detail
Nephophilia
Potsdamer Straße 105
10785 Berlin
Germany


February 16th, 2013 - March 30th, 2013
Opening: 
February 16th, 2013 7:00 PM - 9:30 PM
 
,
© Courtesy of Galerie Cinzia Friedlaender
> QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.galeriefriedlaender.de
NEIGHBORHOOD:  
tiergarten
EMAIL:  
mail@galeriefriedlaender.de
PHONE:  
+49 30 26 39 39 56
OPEN HOURS:  
Wed – Sat 1 – 6 pm / and by appointment
> DESCRIPTION

Gut sensitivity seems to be on the increase and it is uncertain why. Many factors are thought to contribute to this sensitivity: type of infant feeding, exposures, infections, etc. Some speculate, however, that grower experimentation with new wheat hybrids has resulted in problematic strains.
Humans did not evolve to digest gluten well. For some, gluten is the cause of serious autoimmune disease and allergies. Despite being tolerated by the majority of the population, there are an unfortunate few whose immune systems overcompensate when contacted by the new wheat, and given the almost measured and balletic manner in which it laces our food matter, assault can be instant upon arrival, every shimmering grain particle bringing you to your knees like a scallop split open and laid out like an infinity sign, its texture wobbling between flesh and cream, left inside to be daubed under a base note of murk, you taste but don’t see it.
The uncertainty of the cause of the shift from 0.5 to 1% in celiac disease cases and the 0.1% increase of the number of individuals affected by gluten sensitivity is concerning, if not terrifying, and cause for a serious reaction against both industry and ourselves, given that either could be at the root of the issue. The likelihood of being asked if, or told rather, that you have gluten sensitivity this year is high. It is even more likely that you will experience a dining companion requesting gluten-free items.
Text: Eric Sidner


Die Sensibilität des menschlichen Darms scheint allgemein zuzunehmen, wobei die Gründe hierfür noch unklar sind. Zahlreiche Faktoren werden für diese Überempfindlichkeit verantwortlich gemacht: die Art der frühkindlichen Ernährung, äußere Einflüsse, Infektionen usf. Ebenso wird gemutmaßt, dass der experimentelle Anbau neu gezüchteter Weizenhybriden zu derartigen Belastungen geführt hat.
Entwicklungsgeschichtlich gesehen ist der Mensch nicht darauf ausgelegt, Gluten sonderlich gut zu verdauen. Manche halten Gluten gar für den Auslöser schwerwiegender Autoimmunerkrankungen und Allergien. Obwohl die Bevölkerungsmehrheit Gluten gut verträgt, gibt es doch einige wenige, deren Immunsystem mit Überkompensation reagiert, sobald es mit den neuartigen Weizensorten in Berührung kommt. In Anbetracht der fast bedächtigen, balletthaften Art und Weise, in der sie unsere Nahrung zusammenhalten, kann die Reizung unmittelbar mit der Nahrungsaufnahme eintreten, wobei jedes noch so kleine schimmernde Getreidepartikel die Betroffenen in die Knie zwingt wie eine geöffnete und wie ein Unendlichkeitssymbol dargebotene Muschel, deren innere Struktur irgendwo zwischen Fleisch und Schmand herumglibbert, verdeckt von einer brackigen Basisnote, die man zwar schmecken, aber nicht sehen kann.
Die nicht eindeutig zu erklärende Ursache für den sprunghaften Anstieg der Zöliakiefälle von 0,5 auf 1 Prozent und die Zunahme der Anzahl von Menschen mit Glutenunverträglichkeit um 0,1 Prozent sind besorgniserregend, ja alarmierend, und geben Anlass dazu, entschlossene Schritte gegen die Nahrungsmittelindustrie oder gegen sich selbst einzuleiten, da einer von beiden als Verursacher des Problems anzusehen ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass man gefragt oder sogar darüber in Kenntnis gesetzt wird, ob beziehungsweise dass man unter einer Glutenempfindlichkeit leidet, ist heutzutage relativ hoch. Noch wahrscheinlicher ist allerdings, im Restaurant zu erleben, wie ein Tischnachbar glutenfreie Speisen bestellt.
Übersetzung: Ralf Schauff


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