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Berlin

KLEINE HUMBOLDT GALERIE

Exhibition Detail
UNIVERSALSPRACHEN
Curated by: Yasmin Meinicke
Zeitgenössische Kunst im Lichthof des Hauptgebäudes der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6
10099
Berlin
Germany


January 8th, 2013 - February 1st, 2013
Opening: 
January 7th, 2013 6:00 PM - 10:00 PM
 
Pioneer plaque, Pioneer plaque, 1972
© Courtesy NASA
> ARTISTS
> QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.kleinehumboldtgalerie.de
NEIGHBORHOOD:  
mitte
EMAIL:  
info@kleinehumboldtgalerie.de
OPEN HOURS:  
Mi-Fr, 12-18 Uhr
TAGS:  
sculpture, figurative, installation, mixed-media
> DESCRIPTION

When the intersolar spaceship Pioneer 10 was launched in 1972, it was equipped with a gilt metal plate – a message to potential extraterrestrial intelligence. The plate showed the schematic depiction of a man and a woman in relative proportions to the space shuttle, an interstellar map, and a model of the hyperfine transition of hydrogen. These signs were meant to be “universally” comprehendible, even for those potential life forms in outer space.

Yet, in how far are visual signs truly universal? Don’t they depend upon conventions that render images outside a common system of codification and reference meaningless? And doesn’t instead a higher degree of abstraction, as in language, promise to unite a larger community of speakers? The desire for and development of a universal language is much older than the conquest of space. In the 18th century Leibniz already dreamt of a universal language as the basis for a universal science. This dream appears to have come true in today’s use of English as a global scientific language. But at what loss?

The exhibition UNIVERSALSPRACHEN at the Kleine Humboldt Galerie unites art works and objects from popular visual culture that take different approaches to achieve global communication through language. The show is not limited to signs that are immediately comprehendible, but includes communication systems that require decryption: Technical languages create correspondences between numbers, words, and images – and hence function as mediators in a globalised world. By confronting artistic and artificial languages the exhibition UNIVERSALSPRACHEN reveals the versatility of communication pathways, their limits, and potentials.


1972 startete die intersolare Raumsonde Pioneer 10 in den Weltraum und trug mit sich eine vergoldete Metallplatte – eine Botschaft an Außerirdische. Sie zeigte schematische Darstellungen einer Frau und eines Mannes in relativer Größe zur Sonde, einen interestellaren Lageplan und eine Darstellung des Hyperfeinstrukturübergangs eines Wasserstoffatoms. Diese Zeichen sollten les- und verstehbar sein, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes universell, bis hin zu jenen potenziellen Lebensformen im All.

Doch sind visuelle Zeichen universell lesbar? Setzen nicht schon im Bild Konventionen ein, die visuelle Darstellungen außerhalb eines gemeinsamen Codierungs- und Bezugssystems bedeutungslos werden lassen? Und birgt stattdessen nicht gerade ein hoher Grad an Abstraktion, wie in der Sprache, das Potenzial einen möglichst großen Sprecherkreis zusammenzubringen? Den Wunsch und die Entwicklung einer überzeitlichen Universalsprache verfolgt der Mensch nicht erst seit der Eroberung des Weltraums. Schon Leibniz träumte im 18. Jahrhundert, dass eine Universalsprache als Grundlage für eine Universalwissenschaft dienen könnte. Dieser Traum scheint heute mit der Wissenschaftssprache Englisch in Erfüllung gegangen zu sein. Doch zu welchem Preis?

Die Ausstellung UNIVERSALSPRACHEN der Kleinen Humboldt Galerie versammelt verschiedene Kunstwerke und Positionen der visuellen Kultur, die jeweils unterschiedliche Wege gehen, um eine weltweite Verständigung in und durch ihre Sprache zu ermöglichen. Sie beschränkt sich dabei nicht auf Sprachen, die für Menschen ohne Weiteres verständlich sind, sondern berücksichtigt auch Sprachsysteme, die nur vermittelt Sinn erzeugen: Technische Sprachen schaffen Verbindungen zwischen Zahl, Schrift und Bild – und dienen somit als Mittler in der globalisierten Welt. Die Ausstellung UNIVERSALSPRACHEN zeigt in der Gegenüberstellung von künstlerischen und künstlich entwickelten Sprachsystemen die Vielseitigkeit von Kommunikationswegen und somit ihre Grenzen und Potentiale.


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