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Berlin

Sprüth Magers Berlin

Exhibition Detail
development
Oranienburger Straße 18
D-10178 Berlin
Germany


April 27th, 2012 - June 16th, 2012
Opening: 
April 27th, 2012 6:00 PM - 9:00 PM
 
, Robert ElfgenRobert Elfgen
© Courtesy of the artist & Sprüth Magers Berlin
> QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.spruethmagers.com
NEIGHBORHOOD:  
mitte
EMAIL:  
info@spruethmagers.com
PHONE:  
+49 (0)30 / 288 84 03 0
OPEN HOURS:  
Tuesday - Saturday 11am - 6pm and by appointment
TAGS:  
film, collage, sculpture, installation
> DESCRIPTION

Monika Sprüth und Philomene Magers freuen sich, eine neue Ausstellung von Robert Elfgen in Berlin zu zeigen.

Robert Elfgen beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Natur, Mensch und Gesellschaft. Als Ausgangspunkt seiner Arbeiten dienen dem Künstler biographische Erfahrungen und Alltagsbeobachtungen. Betritt man eine seiner raumbezogenen Installationen, verbinden sich assoziativ Skulpturen, Assemblagen, Collagen und Filme zu räumlichen Allegorien, die eine private Mythologie erfahrbar machen. Übergangssituationen, soziale Schwellenrituale, der Kreislauf der Natur und der Wechsel von Aggregatszuständen: materielle und immaterielle Transfers liefern die Motive seiner symbolischen und oft skurrilen Bildwelten.
Die Arbeiten selbst verbinden handwerklich perfekte Ausführung mit Improvisation. Alte künstlerische Techniken wie Glasgravur, Intarsien, Metallätzungen, Hochdruck und ihre sorgfältige Ausführung stehen gebrauchten Materialien, gefundenen Objekten, Zufallsergebnissen und mechanische Spielereien gegenüber.
Häufig arbeitet Elfgen über einen längeren Zeitraum mit formalen Leitmotiven, die er der Natur entnimmt. Zu diesen Serien gehören Tiere aus Holzfurnier, die er vor monochromem Hintergrund montiert; abstrakt-geometrische ‚Gemälde’, die die Architektur von Bienenstöcken imitieren oder milchige, semitransparente Oberflächen und Hintergründe, die an Lichtstimmungen in der Natur erinnern. Die Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von Abstraktion und Gegenständlichkeit. Trotz ihrer physischen Präsenz erhalten sie dadurch einen ephemeren Charakter.
Wiederkehrend ist auch das Spiel mit realer und illusionistischer Räumlichkeit in den Collagen wie in den Installationen. Elfgen bezieht die Architektur des Ausstellungsortes in die Gesamtkonzeption mit ein, wodurch die Installationen eine erfahrbare, einmalige Existenz erhalten. Ähnlich sakraler Kunst und Architektur erzeugt Elfgen eine sinnbildliche Totalität, die den Ursprung des Kunstwerks im Kult sieht.

Robert Elfgens neue Ausstellung ‚development’ führt uns ‚stabile Ungleichgewichte’ vor. Spielerisch – humorvoll und ironisch umkreist er das Verhältnis von Produktion und Verwertung in Kunst, Gesellschaft und Natur. Die raumbezogene Szenerie vermittelt sich durch physische Bewegung und Einfühlung. Allerdings entwickeln die Arbeiten ein überraschendes Eigenleben im Ausstellungsraum. Indem sie für kurze Moment ihre auratische Sphäre überschreiten, irritieren sie konventionelle Rezeptionsstrukturen und behaupten eine Autonomie der Kunst. Gleichzeitig beschreiben die Collagen die Bedingtheit jeglicher Verhältnisse in surrealistischer Symbolik.
Elfgens Fokus liegt dabei auf der Dynamik und der Transformationen dieses Austausches.
Der Künstler folgt einer romantischen Verortung des Menschen in der Welt und vermittelt in seinen Arbeiten eine Sehnsucht nach dem Absoluten, während er uns im selben Moment das Scheitern dieser Sehnsucht vorführt.

Robert Elfgen studierte zunächst bei John Armleder an der Akademie der Künste Braunschweig, bevor er an die Kunstakademie Düsseldorf wechselte und dort als Meisterschüler von Rosemarie Trockel sein Studium abschloss. Er lebt und arbeitet in Köln.
Einzelausstellungen der vergangenen Jahre waren „des bien ich“, Sprüth Magers Köln, 2008, „expedition“, westlondonprojects, London, 2006 und „1+1 = 3 Elfgen – Technik“, Bonner Kunstverein, 2005. Zudem war er an Gruppenausstellungen beteiligt wie „Paul Thek – Werkschau im Kontext zeitgenössischer Kunst“, ZKM Karlsruhe (2007-2008), „Lieber Friedrich“, Kunstverein Kassel (2006) und „7“, Sprüth Magers Lee, London (2005).
2012 werden neue Arbeiten des Künstlers in Gruppenausstellungen im Museum Morsbroich, Leverkusen, und in der Galerie Helga de Alvaers, Madrid, zu sehen sein. Im Juni 2012 erscheint ein Katalog zur Ausstellung.


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