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Berlin

Kunstraum Kreuzberg / Bethanien

Exhibition Detail
Reconsidering Roma – Aspects of Roma and Sinti Life in Contemporary Art
Mariannenplatz 2
10997 Berlin
Germany


November 12th, 2011 - December 11th, 2011
Opening: 
November 11th, 2011 7:00 PM - 10:30 PM
 
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> ARTISTS
> QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.kunstraumkreuzberg.de
NEIGHBORHOOD:  
friedrichshain-kreuzberg
EMAIL:  
bethanien@kulturamtfk.de
PHONE:  
+49 (0)30.90.29.81.455
OPEN HOURS:  
daily: 12-7pm
> DESCRIPTION

Ein Ausstellungsprojekt von Lith Bahlmann in Zusammenarbeit mit Matthias Reichelt, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Die Ausstellung Reconsidering Rroma – Aspects of Rroma and Sinti-Life in Contemporary Art möchte eine Auswahl aktueller Positionen zeitgenössischer Kunst von international bekannten, sowie noch wenig gezeigten Roma- und Nicht-Roma-Künstler_innen präsentieren, die in ihren Arbeiten Eigen- und Fremdbilder von Sinti und Roma überprüfen und neu formulieren. Reconsidering Rroma ist kein Projekt über Sinti und Roma, sondern wird diskursiv und dialogisch mit ihren lokalen bzw. überregionalen Organisationen, Repräsentant_innen und Aktivist_innen entwickelt und realisiert.
Seit Jahrhunderten ist das Volk der Sinti und Roma in der kulturellen Repräsentation Gegenstand und Objekt der Beschreibung vor allem durch Nicht-Roma. Neben der aktuellen Selbstreflexion und Selbstauskunft einer jungen Generation Roma-Intellektueller und Roma-Künstler_innen, setzen sich derzeit aber auch zunehmend künstlerische Arbeiten von Nicht-Roma-Künstler_innen mit diesem projizierten Bild auseinander. Sie thematisieren den „Blick von außen“ und hinterfragen die Mechanismen der geläufigen Formen von Repräsentation und Identitätskonstruktion. Dabei werden die Vorstellungen und Klischees, mit denen wir als Nicht-Roma an Roma herantreten, reflektiert, ironisch gebrochen und dekonstruiert. Die Öffnung der Ausstellung zu einer solchen Multiperspektivität soll einen größtmöglichen Reflexionsraum anbieten und durch die Gegenüberstellung von Auto- und Heterostereotypen zu einem fruchtbaren und erkenntnisreichen Dialog führen. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Völkermord an den Sinti und Roma soll einen weiteren thematischen Schwerpunkt innerhalb des Projektes und des Begleitprogramms bilden.
Dem alten und neuen Antiziganismus entgegen zu wirken ist Ziel des Projektes, aus historischer Verantwortung und angesichts der sozialen Herausforderungen, die die wachsenden Migrationsbewegungen hervorrufen, denn Synergieeffekte zwischen verdrängtem und akutem Rassismus stellen eine nicht zu unterschätzende gesellschaftliche Gefahr dar. Mit Reconsidering Rroma möchten wir uns in die postkolonialistischen Diskurse einschreiben, die die Ideen des Pluralismus, des Transkulturellen und eine Kunstpolitik der Differenz vertreten, die kritisch hinterfragen, auf welche Art und Weise die europäische Wissenschaft und die künstlerischen Disziplinen das Bild der nicht-europäischen Völker und Kulturen – kolonialisiert oder nicht – als dem Anderen konstituiert haben. So hoffen wir mit dem Vorhaben exemplarisch zur Dekonstruktion dieser Mythen vom Anderen – bzw. den Roma als das Andere – beitragen zu können, deren Kultur uns nicht aufgrund ihrer geografischen Ferne fremd ist, sondern vielmehr deren fremde Nähe uns beschäftigt.
Ein Ausstellungskatalog und eine begleitende Projektwebseite sind vorgesehen.


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