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Berlin

Marzia Frozen

Exhibition Detail
KUNST BERLINALLEE 2011
Curated by: Javier Ramirex
Neumagener Straße 27
Haus 7
13088 Berlin
Germany


March 12th, 2011 - April 12th, 2011
Opening: 
March 12th, 2011 6:00 PM - 12:00 AM
 
,
> ARTISTS
> QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.marziafrozen.com
NEIGHBORHOOD:  
mitte
EMAIL:  
marziafrozen@gmail.com
PHONE:  
0049 (0) 176 686 38384
OPEN HOURS:  
2 pm - 6 pm
TAGS:  
installation, digital, mixed-media, photography, video-art, performance, conceptual, abstract, figurative, sculpture
COST:  
Free
> DESCRIPTION

Marzia Frozen freut sich, eine internationale Gruppenausstellung der neuen Künstlergeneration von heute zu präsentieren. Am Ausstellungsort MARZIA FROZEN in Berlin wird eine Auswahl von Gemälden, Skulpturen, Fotografien, Performances und Videos gezeigt. 

Chaos, Wirtschaftskrise, Anarchie und die Angst vor einem dritten Weltkrieg... Das Gefühl, dass der große Wandel immer näher kommt, macht sich breit, so wie es der Mayakalender vorausgesagt hat. 
Neon ist ein chemisches Element mit dem Symbol Ne und der Ordnungszahl 10. Obwohl es im Universum ein verbreitetes Element darstellt, kommt es auf der Erde selten vor. Als farbloses, träges Edelgas glüht Neon unter Normalbedingungen in Entladungsröhren, Neonlampen oder Reklameleuchten rot-orange. Handelsüblich wird es durch spezielle Verfahren der Luft entzogen, in der es in Spuren vorkommt. 

In Italien näherten sich die Futuristen der sich ändernden Musikästhetik aus einer anderen Perspektive. Die Hauptrichtung ihrer Philosophie war der „Lärm“. Dessen Klängen, einer Sache, die vorher nicht annähernd als musikalisch betrachtet wurde, sollten nun künstlerische und ausdrucksvolle Werte zugeschrieben werden. Batilla Pratellas Technical Manifesto of Futurist Music (1911) sagt ihr Credo sei es „die musikalische Seele der Massen, der großen Fabriken, der Eisenbahnschienen, der transatlantischen Schiffe, der Schlachtschiffe, der Autos und der Flugzeuge zu präsentieren“ und „zu den zentralen Themen des musikalischen Gedichts die Domäne der Maschine und des mächtigen Reiches der Elektrizität hinzuzufügen.“
Am 11. März 1913 veröffentlichte der Futurist Luigi Russolo sein Manifest The Art of Noises. 1914, am 21. April, fand sein erstes art-of-noises- Konzert in Mailand statt. Dabei verwendete er seine „Intonarumori“, die Russolo selbst als „akustische Lärminstrumente“ bezeichnet. Diese Klänge, wie Heulen, Gebrüll, Getöse, Schlurfen, Gegurgel usw., wurden manuell hergestellt und durch Hörner oder Megaphone projiziert. Ähnliche Konzerte gab er dann im Juni in Paris.

Einige Jahrzehnte später arbeitete in Deutschland Karlheinz Stockhausen kurzzeitig im Schaeffer Studio (1952), und danach einige Jahre im WDR- Studio für elektronische Musik in Köln. Es sollte das größte Studio für elektronische Musik der Welt werden, und wurde 1953 offieziell von den Radiostudios des NWDR eröffnet. Obwohl es sich 1950 noch im Planungsstadium befand, gab es 1951 bereits die ersten Broadcasts.

Es war das geistige Produkt Werner Meyer-Epplers, Robert Beyers und Herbert Eimerts, welche seine ersten Direktoren wurden. Bald darauf wurde das Studio ebenfalls von Karlheinz Stockhausen und Gottfried Michael Koening besucht. In seiner 1949 entstandenen Abschlussarbeit Elektronische Klangerzeugung: Elektronische Musik und Synthetische Sprache konzipiert Meyer-Eppler die Idee Musik ausschließlich aus elektronisch hergestellten Signalen zu synthetisieren. Dadurch hat sich die Elektronische Musik scharf von der französischen musique contrète abgegrenzt, deren Klänge aus akustischen Quellen erzeugt wurden. Mit Stockhausen und dem anwesenden Mauricio Kagel wurde das Projekt zu einem ganzjährigen Zusammenkommen eines charismatischen Avantgardismus. 
Zu zwei Ereignissen, bei denen die elektronischen Klänge und das konventionelle Orchester kombiniert wurden – Mixtur (1964) und Hymnen, dritte Region mit Orchester (1967) – kommentiert Stockhausen, dass seine ZuhörerInnen ihm beschrieben, wie sie die Musik wahrnahmen. Die elektronische Musik gab ihnen ein Gefühl von „outer space“, von Fliegen oder sich in einer „fantastischen Traumwelt“ zu befinden. In heutiger Zeit beschäftigt sich Stockhausen mit der Produktion elektronischer Musik in seinem eigenen Studio in Kürten, sein letztes Werk dieses Genres war Cosmic Pulses von 2007.

Elektronische Musik und visual arts gehen einen neuen Weg in der Gegenwartskunst. Minimal techno ist ein minimalistisches Subgenre des Techno. Es ist durch eine stripped-down Ästhetik charakterisiert, die den Effekt der Wiederholungen ausnutzt und mit abgeschwächten Entwicklungen arbeitet. Die Produktion dieses Stils von Tanzmusik hält an dem Prinzip „weniger ist mehr“ fest; ein Prinzip, das vorher in anderen Bereichen wie Architektur, Design, Visual Arts und Western Art Musik bereits genutzt wurde. Es wird gesagt, dass Minimal Techno ursprünglich in den frühen 90'ern von den Produzenten Robert Hood und Daniel Bell (Detroit) entwickelt wurde. Was aber gegenwärtig als „Minimal“ bezeichnet wird, wurde zu großen Teilen in Deutschland um 2000 rum entwickelt und in der zweiten Hälfte des ersten Jahrzehnts von Labeln wie Kompakt oder M-nus bekannt gemacht.

Kunst Berlinallee 2011 ist ein Überblick von Gegenwartskünstlern, die in diesem chaotischen Momentum vor dem letzten Tag leben,... dem 21. Dezember 2012.


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