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Berlin

Laura Mars Gallery

Exhibition Detail
HELLO AGAIN
Sorauer Str. 3
10997 Berlin
Germany


December 11th, 2010 - January 29th, 2011
Opening: 
December 10th, 2010 8:00 PM - 10:00 PM
 
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© Courtesy of Laura Mars Grp.
> ARTISTS
> QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.lauramars.de
NEIGHBORHOOD:  
treptow-köpenick
EMAIL:  
info@lauramars.de
PHONE:  
+49 (0)30.61.07.46.30
OPEN HOURS:  
Tue-Fr, 1-7 p.m. Sat, 1-5 p.m.
TAGS:  
sculpture, collage drawing
> DESCRIPTION

Ausstellungsdauer : 11.12. - 18.12.2010 und 12.01. - 30.01.2011

„Die Hand“, schreibt George Steiner in seiner Lebensbilanz, „spricht Wahrheiten und Freuden, zu denen die Zunge nicht fähig ist.“ Zu den Punkten des Bedauerns zählt der Sprachforscher und Essayist sodann, dass er mit dem Zeichnen in Kohle, Kreide und Tusche nicht weiter gemacht habe, um einige seiner Bücher zu illustrieren.
Mit dieser enttäuschten Sehnsucht nach dem Glück des Bildermachens befindet sich Steiner nicht allein. In diesem Punkt sind Gottfried Keller und Bruno Schulz, Peter Weiß, Kafka, Claude Simon und eine Legion anderer Literaten, Neider gewesen. Der literarische Ehrgeiz bildender Künstler scheint dagegen nicht so ausgeprägt – verspricht er doch weniger das imaginierte Glück der Selbstvergessenheit, als die Ausleuchtung dessen, was Steiner im Titel eines seiner Schriften benennt: Warum Denken traurig macht.
Wie die Geschichte der Moderne zeigt, haben sich mittlerweile Felder des Dazwischen etabliert, in denen Text, Sprache und Bilder zu einer Kombinatorik fanden, die darauf abzielte, jenseits des Illustrativen neue Mischungen hervorzubringen.
Weiterentwicklungen dieser Kombinatorik werden nun in der Ausstellung HELLO AGAIN in der Galerie Laura Mars gezeigt:
Mit Margret Holz´ Photogrammen von Cut-Outs, deren kalligraphischer Schwung vor dem Moment der Buchstaben-Konkretion angehalten wird; mit 3-D-Collagen, die Tina Born etwa mit Hilfe afrikanischer Kleinplastiken zum Sprechen bringt; mit den neuen Symmetrien, die Faitiche (Jan Jelinek) aus den Ordnungen der Gastronomie (hier: deren Geschirrstapelungen) entwickelt; mit den Aussparungen und Rahmungen, die Andreas Steffens Malerei an Layout-Skizzen denken lässt; mit Hannu Prinz´ verwischten, perforiert wirkenden Schriftbildern, die aus den Höhlen eines modernen Qumran ans Licht gebracht zu sein scheinen; mit den per Schreibmaschine getippten Bildern von Dirk Krecker, die an die noch ungehobenen Schätze der Stenotypisten-Kunst erinnern; mit den Gravuren DAG´s, die auf verblüffende Weise Spiegelbild und Text zu Objekten der Selbsterkenntnis machen; mit den Linienkonglomeraten von Daniel Pflumm und SVN, die sich auf den zweiten Blick als Teile eines miniaturisierten Orbis Pictus erweisen und mit den Alltagsendoskopien von Andreas Seltzer, die, in Verbindung mit der Typographie alter Schallplattenhüllen, Momente häuslicher Intimität evozieren.



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