REMINDER ist eine Ausstellung über das Vergessen und das Erinnern. Der
Titel bezieht sich auf das physische einer Erinnerung im Sinne eines
Reminders, der auf etwas aufmerksam macht, was entweder bereits vergessen
wurde oder vergessen werden könnte. Drei Künstler und ein Schriftsteller
zeigen Arbeiten, die sich auf Dinge beziehen, die ebenfalls im Begriff des
Vergessenwerdens sind und erinnert werden sollen – sei es im räumlichen
Sinne wie bei Heinrich Dubel und Johanna Diehl, im ideologischen Sinne wie
bei Theo Ligthart oder im kontextuellen Sinne wie bei Juergen Staack.
Heinrich Dubel zeigt die Geschichte einer Laterne, die er durch sein
Aufspüren vorm Vergessen bewahrte und die auf mysteriöse Art und Weise
verschwand, sobald er an sie erinnerte. Die Fotografien von Johanna Diehl
zeigen hinterlassene Räume und Gegenstände, die in ihrer physischen Präsenz
an etwas Abwesendes erinnern. Die Dinge selbst sind es, die so wie sie sind
auf etwas anderes verweisen. So ordnet Theo Ligthart Objekte auf eine
bestimmte Art und Weise an, so dass sie zu einem Kunstwerk werden, das
Avantgarde war und Massenkonsum geworden ist. Die hier augenblickliche
visuelle Erschließung steht im Gegensatz zur Arbeit von Juergen Staack, der
das Medium wechselt und durch Ton ein immaterielles Bild von etwas erzeugt,
das so gar nicht existiert.