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Berlin

Mehdi Chouakri

Exhibition Detail
Absolute Beginnings
Invalidenstraße 117
Edison Höfe
10115 Berlin
Germany


September 25th, 2010 - October 30th, 2010
Opening: 
September 25th, 2010 3:00 PM - 6:00 PM
 
,
© Courtesy of Mehdi Chouakri
> ARTISTS
> QUICK FACTS
WEBSITE:  
http://www.mehdi-chouakri.com
NEIGHBORHOOD:  
mitte
EMAIL:  
galerie@mehdi-chouakri.com
PHONE:  
+49 (0) 30 28 39 11 53
OPEN HOURS:  
Tues-Sat 11-6
> DESCRIPTION

Galeristen besuchen regelmäßig Künstler in ihren Ateliers, vor allem die die sie vertreten.
Anfang des Jahres schaute ich bei Gerold Miller in seiner Werkstatt in der
Oranienstraße in Kreuzberg vorbei. Wir fingen an über die verschiedenen Aspekte seiner
Arbeit zu sprechen, über Ausstellungsprojekte in Museen und Galerien, Katalogveröffentlichungen
und Wettbewerbe. Nachdem wir uns eine Weile unterhalten hatten,
gingen wir durch das Atelier um seine neuen Produktionen zu sehen, die wir zeigen
wollten. Dabei zeigte mir der Künstler ein paar seiner sehr frühen Werke. Ein Assistent
war gerade dabei sie vorsichtig zu restaurieren und ihnen die angemessene
Oberflächenbehandlung zu geben. Diese Arbeiten sahen nicht wirklich aus wie „typisch
Gerold Miller“, aber sie offenbarten eine Facette, die man in seinem aktuellen Werk
erkennen kann.
Später fing ich an, darüber nachzudenken wie die frühen Werke der Künstler die ich
vertrete eigentlich aussehen. Zum Beispiel die „Rasterbilder“ von Charlotte
Posenenske, denen die Idee der systematischen Wiederholung und Aufteilung zugrunde
liegt, die bereits eine wichtige Rolle in ihren Arbeiten spielte. Oder die hyperrealistischen
Gemälde von Hans-Peter Feldmann, in denen man eindeutig den Einfluss von Konrad
Klappheck erkennen konnte. Sie werden momentan in seiner Einzelausstellung im Museum
Reina Sofía in Madrid gezeigt. Außerdem fand ich von John M Armleder im Katalog
seiner Retrospektive in der Kunsthalle Baden Baden noch ein Environment aus den 60er
Jahren, das aus sogenannten Flying Objects (Plastikenten, Engelsflügeln oder Federn)
bestand, die einfach auf dem Boden lagen. Schon damals konnte man die Neigung des
Künstlers zu Zufallskonstellationen und seine Mitwirkung an Fluxus Performances
erkennen, die in späteren Installationen wie „Don‘t Do It“ exemplarisch wurde. Einige von
uns werden sicherlich die früheren Bilder von Gerwald Rockenschaub in Erinnerung
haben, die in der ersten Hälfte der 80er Jahre sehr schnell zu seiner Anerkennung in der
Kunstwelt beitrugen. Geometrisch und einfach, fast primitiv in der Form beinhalteten diese
Arbeiten bereits minimalistische Interventionen, die der Künstler heute noch in Anspruch
nimmt. Peter Roehrs Karriere dauerte nur sechs Jahre. Die Experimente die er bereits
1962 ausführte, also bevor er sich den sehr strengen repetitiven Kompositionen
verschrieb, demonstrieren jedoch bereits sein Interesse an der Kunst der Zero Bewegung.
All dies führte zu der Idee, zum Start der neuen Saison 2010–2011 die Ausstellung
„Absolute Beginnings“ mit einigen der oben genannten Werke zu organisieren.
Die ausgestellten Arbeiten wurden zwischen 1957 und 1987 geschaffen.
— Mehdi Chouakri, September 2010


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