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Die Präsentation vereint über 30 Zeichnungen und Lithographi en Claes Oldenburgs aus den 1960er Jahren. Sie stammen allesamt aus dem Bes itz des Berliner Kupferstichkabinetts.

Dem 1929 in Stockholm g eborenen US-amerikanischen Pop Art-Künstler diente in den frühen 1960er Jah ren die urbane Konsum- und Warenwelt als Inspirationsquelle. Dies bezeugen seine Zeichnungen zu The Street (1960) und The Store (1961-1963). In den be iden\, an verschiedenen Orten in New York temporär realisierten Environment s verarbeitete Oldenburg seine Eindrücke von den Straßen und Geschäften Man hattans\, indem er aus nachgebildeten Konsumgegenständen ganze Ladensituati onen arrangierte (The Store) oder den Versuch unternahm\, das städtische Le ben in Galerieräumen nachzugestalten (The Street).

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Während seine me ist auf kleinen Notizblättern mit ganz unterschiedlichen Zeichenmitteln ent wickelten Skizzen Einblicke in die Genese der beiden Rauminstallationen bie ten\, haben die zwölf Lithographien von Notes (1968) laut Oldenburg das Zie l\, die "über den Tag auf beliebige Papierfetzen gekritzelten Worte und Bil der" in eine permanente Form zu bringen. In ihrem Duktus verweisen die 'ged ruckten' Zeichnungen auf die früheren Blätter\, beziehen jedoch weitere Bil delemente mit ein. Die besondere Qualität der Lithographien zeigt sich in d er Reproduktion der von Oldenburg integrierten Materialien wie liniertem Sc hreibpapier oder Klebestreifen.

Die Werke demonstrieren eindru cksvoll den Stellenwert schneller\, dabei bisweilen farbig angelegter Ideen skizzen für Oldenburgs plastisches Denken und verdeutlichen seine künstleri sche Arbeitsweise. Sie ergänzen und bereichern den Blick auf sein bildhauer isches Œuvre\, dienen sie doch als kreative Vorstufe auf dem Weg zur Realis ierung einzelner Skulpturen bzw. Installationen.

Der spieleri sch-lebendige\, ja expressive Charakter seiner Zeichnungen ist innerhalb de r amerikanischen Pop Art einzigartig. Gleichzeitig überschreitet Oldenburg durch die Isolierung eigentlich trivialer Objekte\, wie er sie in den Zeich nungen und Druckgraphiken auslotet\, ästhetische Grenzen: Mit der bis ins A bsurde gesteigerten\, verfremdenden Monumentalisierung etwa einer Eiswaffel oder der Umrisse von Micky Maus wird die Bedeutung der Gegenstände in Frag e gestellt - und neu definiert.

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