ArtSlant - Current exhibits http://www.artslant.com/ber/Events/show en-us 40 Group Show - Aanant & Zoo - September 7th, 2012 - October 20th, 2012 <p><strong>„Wenn Sie diese Worte lesen, vollzieht sich in Ihnen eines der Wunder der Natur. Sie und ich gehören nämlich zu einer Spezies mit einer bemerkenswerten Fähigkeit: Wir können im Geist unseres Gegenübers mit höchster Präzision ganz bestimmte Bilder entstehen lassen. (…) Diese Fähigkeit heißt Sprache. Indem wir nichts weiter tun, als mit dem Mund Geräusche zu produzieren, können wir im Gehirn anderer Personen neue und präzise Gedankenkombinationen erzeugen. Diese Fähigkeit kommt uns so selbstverständlich vor, daß wir nur allzuleicht vergessen, welch ein Wunder sie ist.“</strong> <em>(Steven Pinker „Der Sprachinstinkt“)</em></p> <p>Das Funktionieren der Sprache, ihre Grenzen und ihre Möglichkeiten beschäftigte vor allem im letzten Jahrhundert Philosophen und Dichter, Dadaisten und Zeichentheoretiker. Diesem Spannungsfeld zwischen dem Wunder der Sprache, der Möglichkeit des Nicht- oder Missverstehens und der Poesie als legitimem Zugang zur Welt, widmet die Galerie Aanant &amp; Zoo die Ausstellung <em>From the Age of the Poets</em>. Fünfundzwanzig bekannte und weniger bekannte Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts erschaffen einen Raum, in dem diese Fragen polarisieren können. Ein zentrales Thema der Ausstellung sind Übersetzungen: Die mögliche Übersetzbarkeit von Sprache zu Sprache, von System zu Sytem, vom Konkreten zum Abstrakten und bisweilen zurück, teilen viele Künstlerinnen und Künstler.</p> <p><strong>Max Schaffer</strong> (*1985) schöpft Papier aus einem trivialen Alltagsgegenstand: Feinsäuberlich teilt und zerschreddert er ein Billyregal, weicht es ein und gewinnt so den Wertstoff Papier. Bücher und ihr Eigenwert, der für viele weit über den eines simplen Gegenstandes reicht, bringen die diesjährige Documenta-Teilnehmerin <strong>Simryn Gill</strong> (*1959) dazu diese in vollkommen andere Bedeutungsträger zu wandeln: Die Künstlerin fordert Freunde und Bekannte auf, ihr ein Lieblingsdruckwerk (ob Gandhi-Biographie oder Hulk-Comic) zu geben. Aus diesen fertigt sie in präziser Arbeit Halsketten.</p> <p>Auch <strong>Falke Pisano</strong> (*1978) transformiert Materialien. In ihren Performances, die auf reinen Sprechakten beruhen, formt sie vielschichtige Skulpturen. Stück für Stück, Wort für Wort kulminieren ihre Aussagen und Sätze zu Linien und Verstrebungen und bilden sogenannte ‚complex objects‘. Eine andere Form der Übersetzung findet in den <em>Pergament Rollen</em> <strong>Edwin Moes</strong> (*1971) statt. Diese basieren auf dem <em>Gabriel Alphabet</em>, das durch die spontane Zusammenarbeit des Künstlers mit seiner sechsjährigen Nichte entstand. Moes forderte sie auf, das lateinische Alphabet zu kopieren. Noch nicht im Bewusstsein der Bedeutung der einzelnen Buchstaben, malte sie das sechs-jährige Mädchen schlichtweg ab. Durch die malerische Transkription von einem Zeichensystem in ein anderes kreierte sie eine kalligraphisch-ornamentale Geheimsprache.</p> <p>Anders sind die Übertragungen von <strong>Michael Müller</strong> (*1970) und <strong>Mike Ruiz</strong> (*1984) zu verstehen. Die von Müller entwickelte <em>K4-Schrift</em>, an der der Künstler seit über 17 Jahren arbeitet und die mittlerweile aus mehr als 300.000 verschiedenen Symbolen besteht, ist ein stetig fortlaufendes und komplexer werdendes System. In der Ausstellung sind Teile der Transkription eines programmatischen Epos des 20. Jahrhunderts – Robert Musils <em>Mann ohne Eigenschaften</em> – zu sehen. Einen praktisch umgekehrten Weg, nicht der Erhöhung , sondern der Reduktion, hat <em>Mike Ruiz</em> eingeschlagen, indem er den <em>Tractatus logico-philosophicus</em>, eines der zentralen Werke Ludwig Wittgensteins, in <em>Basic English</em> übersetzt. Diese Sprache, dem Esperanto nicht unähnlich, besteht aus insgesamt 850 Wörtern und fußt auf der Behauptung, dass eine so vergleichsweise geringe Anzahl an Wörtern völlig ausreicht, um alle Phänomene der Welt zu beschreiben.</p> <p>Das Zeichen als pures und eigenständiges Bild ist ein weiterer essenzieller Inhalt der Ausstellung: Jenseits von den grundlegenden Elementen der Lesbarkeit und des Verstehens, reflektieren die Arbeiten <strong>Friederike Feldmanns</strong> (*1962) und <strong>Henri Michauxs</strong> (1899 - 1984) den Gestus des Schreibens: Was bleibt, sind Linienführungen und Schriftlandschaften – Schrift in ihrer rein visuellen Ästhetik – oft irritierend nah an der Grenze zur Lesbarkeit. Auf die Struktur von Schriftstücken geht die kolumbianische Künstlerin <strong>Johanna Calle</strong> (*1965) ein. Indem sie dünne Metallstäbe, einen für jedes Wort, in die Indices von Lexika und Enzyklopädien einflicht, legt sie den Aufbau dieser Ordnungssysteme offen.</p> <p><strong>Das 20. und junge 21. Jahrhundert haben die Leistungen der Sprache als Medium der Beschreibung und das damit einhergehende Be- und Ergreifen der Welt ins Unüberschaubare getrieben. Ob nun durch Fragmentierung von Sätzen, Transkriptionen zwischen Systemen, ob durch Vereinfachung oder Überhöhung ins (nahezu) Unverständliche. „The Age of the Poets“ vereint bedeutende und vielschichtige Wege, sich den Fragmenten der globalen Welt anzunähern. Sprache zeigt sich dabei an keiner Stelle als überwunden, sondern als unumgängliches, aber dehnbares Medium.</strong></p> Tue, 21 Aug 2012 23:28:19 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Hannes Kater - Akademie der Künste - Hanseatenweg - September 15th, 2012 - October 14th, 2012 <p>„Ausgewählt“ ist eine Ausstellungsreihe der Sektion Bildende Kunst, in der ein Mitglied eine aktuelle künstlerische Position vorstellt, die ihn interessiert, begeistert oder zum Widerspruch reizt. Raimund Kummer hat den Zeichner Hannes Kater vorgeschlagen. Kater schafft eine speziell für die Akademie am Hanseatenweg konzipierte und barock anmutende Rauminstallation, die aus Projektionen und in Styropor geschnittenen Zeichnungen besteht. Die Elemente scheinen in den Ausstellungsraum zu wachsen, der durch einzelne Stationen und dokumentarische Erinnerungsräume strukturiert wird. <br /> <br /> Der Künstler ist vom 18.9. bis zum 5.10. jeweils von 12 bis 15 Uhr anwesend. Künstlergespräche am 16.9. und 26.9.</p> Mon, 03 Sep 2012 03:03:53 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Douglas Gordon - Akademie der Künste - Hanseatenweg - September 15th, 2012 - November 4th, 2012 <p>Der schottische Medienkünstler Douglas Gordon stellt anlässlich der Verleihung des Käthe-Kollwitz-Preises seine stetig wachsende Mehrkanal-Videoinstallation „Pretty Much Every Film and Video From About 1992 Until now“ vor. Auf den 93 frei im Raum arrangierten gebrauchten TV-Monitoren zeigt er 75 der seit 1992 entstandenen Filme und Videos, darunter die bedeutenden Werke „24 Hour Psycho“ (1993), „Between Darkness and Light (Nach William Blake)“ (1997), „Play Dead, Real Time“ (2003), aber auch neue Filme wie „k.364 – A Journey by Train“ (2011), „Henry Rebel“ (2011) und „Phantom“ (2011). Gordon hat 1999 mit seiner provokanten Aussage »Das Kino ist tot« deutlich gemacht, dass Geschichten und Bilder des Kinofilms dank neuer technischer Möglichkeiten vollständig dekonstruiert werden können und als monumentale sowie kritische Kunstwerke eine neue Gültigkeit und Tragfähigkeit erlangen. Die retrospektive Übersicht, die entgegen seiner bekannten raumgreifenden Großprojektionen eher an ein privates Videoarchiv erinnert, bietet Einblicke in die zentralen Themen und formalen Strategien seiner Film- und Videoarbeiten.</p> Mon, 01 Oct 2012 10:00:24 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Peter Weibel, Robert Palmer, Anders Levermann, Klaus Staeck, Freddy Paul Grunert - Akademie der Künste - Pariser Platz - December 4th, 2011 - December 9th, 2012 <div class="detail_text">Der „Climate Walk“ startet zur Weltklimakonferenz in Südafrika und wird für ein ganzes Jahr (bis zum nächsten Klimagipfel) in der Passage der Akademie das Verhältnis von Kunst und Klima thematisieren. Er macht interdisziplinäre Wissensarchive im In- und Ausland zugänglich und lädt ein, sich mit eigenen Fragen und Kommentaren einzubringen. Kontext sind globale Krisen, der Klimawandel, not-wendige gesellschaftliche Transformation im Sinne einer zukunftsfähigen „Kultur des Miteinander“ und neue Positionen gestalterisch forschender wie verantwortlich handelnder LebensKunst. Zur Eröffnung sprechen Klaus Staeck, Peter Weibel, Robert Palmer, Anders Levermann und Freddy Paul Grunert. <br /> <br /> Ein Gemeinschaftsprojekt mit dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe – ausgezeichnet als „Cultural Event vom Council of Europe“. Konzeption Freddy Paul Grunert/ZKM und Christian Schneegass/AdK</div> Wed, 27 Jun 2012 02:08:35 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Karla Woisnitza - Akademie der Künste - Pariser Platz - August 14th, 2012 - October 21st, 2012 <div class="detail_text"> <p>Die Berliner Malerin und Graphikerin Karla Woisnitza war schon zu DDR-Zeiten eine wichtige Vertreterin der alternativen, inoffiziellen Kunstszene. Das Archiv Bildende Kunst der Berliner Akademie der Künste hat seit 2005 Teile des Schriftgutarchivs der international anerkannten Künstlerin übernommen. Es enthält neben umfangreicher Korrespondenz und Unterlagen zu künstlerischen Projekten vor allem illustrierte Tagebücher aus den Jahren 1962 bis 1992. Sie gehören zweifellos zu den schönsten Objekten, die im Archiv Bildende Kunst aufbewahrt werden. Entwürfe zu baugebundenen Arbeiten Karla Woisnitzas, z. B. für das Universitätsklinikum Rudolf Virchow in Berlin, werden in der Archivabteilung Baukunst der Akademie verwahrt. Neben den Archiven von Manfred Butzmann, Lutz Dammbeck und Hans-Hendrik Grimmling gibt auch das Archiv von Karla Woisnitza Einblick in die alternative Kunstszene der DDR.</p> <p>Die Akademie stellt nun erstmals Materialien aus dem Woisnitzas Archivbestand in einer Vitrinenpräsentation vor. Die Präsentation zeigt in Faksimiles eine an verschiedenen Themen orientierte Auswahl von Texten, Zeichnungen und Malereien aus den Tagebüchern der Jahre 1975 bis 1987 der Käthe-Kollwitz-Preisträgerin.</p> </div> Mon, 03 Sep 2012 02:50:10 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Heinz Hajek-Halke - Akademie der Künste - Pariser Platz - September 8th, 2012 - November 4th, 2012 <p>Was László Moholy-Nagy für die Fotografie des Bauhauses und der 1920er Jahre geleistet hat, schuf Heinz Hajek-Halke für die 1950er Jahre und die abstrakte Kunst. Dabei war er ein genuin fotografisch arbeitender Künstler: Was er in der Dunkelkammer an physikalisch-chemischer Arbeit vollbrachte, darf getrost als Alchimie bezeichnet werden; es wird noch heute von keinem Software-Programm erreicht. Unter den großen Fotokünstlern des 20. Jahrhunderts war Hajek-Halke (1898–1983) ein Einzelgänger, der keiner Schule angehörte und dennoch viele beeinflusste. Schon in den frühen 1930er Jahren als Plakatkünstler berühmt, setzte seine künstlerische Reife in den 1950er Jahren ein. Er ist einer der großen Abstrakten und diesbezüglich einer der ersten Künstler in der Fotografie überhaupt. Die Akademie besitzt aus seinem Spätwerk über 200 Lichtgrafiken, die erstmals umfassend in der Ausstellung präsentiert werden. Sie bietet eine der raren Wiederentdeckungen an, die zur Geschichte der künstlerischen Fotografie im 20. Jahrhundert noch zu machen sind.</p> Mon, 08 Oct 2012 14:12:16 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Thorsten Passfeld - alexander levy - September 12th, 2012 - October 27th, 2012 <p style="text-align: justify;"></p> <p style="text-align: justify;"></p> <p style="text-align: justify;"></p> <p style="text-align: justify;">The gallery alexander levy is delighted to have the opportunity to present new works by Thorsten Passfeld in the exhibition <i>Heiss, Billig, Kurz</i> / <i>Hot Cheap Short.</i></p> <p style="text-align: justify;">The wall objects by Thorsten Passfeld (*1975) are playful, ironic, humorous and critical as well as human and light.</p> <p style="text-align: justify;">With painstaking care, Passfeld creates visual universes comprising of plywood, cupboard walls and old floorboards, which he retrieves from buildings about to be demolished or old roof structures.</p> <p style="text-align: justify;">Passfeld intentionally selects wood as a material because in a way this contradicts the predominant criteria of the art business. His objects are neither chic nor clean, they are made of a material that we are surrounded by on an everyday basis and to which we would not attribute any particular aesthetic significance.</p> <p style="text-align: justify;">His objects consist of light-hearted, absurd image-text collages, comprising of individual wooden sections. </p> <p style="text-align: justify;">Passfeld, a magnificent virtuoso master builder and storyteller, who in his work combines the randomness of the provisional with a deeper meaning, is an unfaltering artist, who combines the wonderful moments of happiness and the poetic quality of failure in a wonderful symbiosis.</p> <p style="text-align: justify;">We as viewers are called upon to make a stand, take responsibility, make decisions and in doing so maintain our sense of humour.</p> <p></p> <p></p> <p></p> Sun, 14 Oct 2012 20:24:24 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Lu Song - ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING - September 12th, 2012 - October 20th, 2012 <p>Wenn man mit der Melancholie ein Temperament in Verbindung bringt, das primär mit europäischen Konnotationen aus Literatur und Bildender Kunst behaftet ist, erscheinen die Bilder des chinesischen Malers Lu Song (*1982) befremdlich und einladend zugleich. Dies gilt sowohl hinsichtlich ihrer vielschichtigen Schönheit als auch ihres Tiefgangs.<br />  <br /> Mit dem Titel, den Lu Song für diese Ausstellung gewählt hat, zitiert er ein Gedicht von John Keats, jenem Vertreter der englischen Romantik. Keats beschreibt dort die Empfindungen eines Menschen, der sich lange in der Enge der Stadt gefangen sah und nun die Schönheiten ländlicher Natur erlebt. Bei Lu geht es jedoch weniger um die pantheistischen Anschauung eines John Keats als vielmehr darum, innere Bilder zu schaffen, die innere Widersprüche zeigen. Solche inneren Widersprüche gründen sich vielleicht auf ganz persönliche Erfahrungen, die er in China gemacht hat und vor allem auch heute noch macht.<br /> <br /> Die Motive seiner Bilder sind oft zunächst unscheinbar, gleichwohl erinnern sie auch an Darstellungen der Romantik. Lu Song kombiniert seine phantastischen Naturlandschaften aber auch mit Gebäudekomplexen, wie man sie heute in Peking vorfindet. Er malt Ansichten von Parkanlagen, die oft unwirklich erscheinen, – viele seiner Motive fand er im Berliner Tiergarten. In diesen Bildern verschmelzen Natur und Urbanität, ohne dass sich diese Dichotomie auflösen ließe. Figuren, ebenso wie die Gebäude von der Flora überwuchert, stehen einsam in der domestizierten Natur und tauchen Lu Songs Schauplätze in eine Melancholie, die gleichermaßen bedrohlich und anziehend ist.<br />  <br /> Lu Song weiß in seinen Bildern diese romantisierenden Sujets durch malerische Mittel aufzubrechen: Jeder trügerische Schein der Idylle wird in massiver, gleichzeitig aber subtiler Weise nachhaltig gestört. Häufig bringt er Silikon auf die Leinwand auf, übermalt es, um es später durch Abschabung mit Rakeln wieder zu entfernen. Er verwendet extrem verdünnte Ölfarbe, die so flüssig ist, dass sie oft unmittelbar nach dem Auftrag vom Bildträger fließt. Es überdecken sich so Farbschleier, Schlieren laufen senkrecht aus dem Bild und geben die Textur der Leinwand frei. Mit diesen Verflüssigungen provoziert Lu Song die Unkontrollierbarkeit der Farbe und fordert die Eigenständigkeit der Leinwand heraus, – um im selben Moment dagegen agieren zu können.<br />  <br /> Dieses Agieren ist entscheidend in jenem Prozess der Werkentstehung, in dem es keine absehbare Versiegelung der Leinwand geben kann, in dem Material geschichtet, entfernt, freigelegt und benetzt wird. Jedes Sujet bildet sich erst im Entstehungsprozess und in der Reaktion der Materialien heraus. Wenn er wüsste, sagt Lu, wie ein Bild am Ende aussähe, dann bräuchte er es gar nicht erst zu malen. Es ist also diese Herausbildung, die ihn antreibt, er folgt niemals einer antizipierenden Komposition.Der Prozess des Malens bleibt in erster Linie der Reaktion der Materialien und seiner eigenen Intuition verbunden.<br /> <br /> Das schichtweise Auftragen der Malmittel und das Freilegen unterer Schichten bis hin zum Malgrund verraten viel über Lu Songs künstlerische Denkweise, die einen nachgerade psychologischen Ansatz vermuten lässt. Lu entlässt das Material aus seiner bewussten Kontrolle und überlässt ihm die Regie. Bemerkenswert ist auch, dass er keinen konkreten Bezug zur Lebenswirklichkeit in China herstellt sondern vielmehr (und durchaus melancholisch) auf die seelische Verortung in der Gegenwart zielt. Mit der Schaffung innerer Bilder nimmt sich Lu Song eine innere Freiheit, die vielleicht gerade für eine jüngere Generation chinesischer Künstler kennzeichnend sein kann.<br />  </p> <p>*********************************************************************************************************</p> <p>When one unites melancholy with a temperament that is primarily loaded with European connotations from literature and visual art, the paintings by the Chinese painter, Lu Song (* 1982) may seem foreign and inviting at the same time. This applies to the complex beauty of the works, as well as their depth.<br />  <br /> With the title chosen for this exhibition, Lu Song quotes a poem by John Keats, a representative of English Romanticism. In this poem, Keats describes the sensations of a man who had been trapped in the confines of the city for too long and is now experiencing the beauties of rural nature. To Lu, it is less about the pantheistic conception of John Keats, and more a matter of creating inner images that display internal contradictions. These internal contradictions are perhaps based on personal experiences made and, more importantly, still made in China.<br />  <br /> The subjects of his paintings often seem inconspicuous at first, however they are also reminiscent of images from Romanticism. Lu Song combines beautiful natural scenery with building complexes, as found in Beijing today. He paints park views, which often seem unreal – many of these subjects have been found in Berlin's Tiergarten. Nature and urbanity merge in his paintings, without letting the dichotomy dissolve. As well as buildings with overgrown flora, people stand amidst domesticated nature in solitude and enter Lu Songs scenarios of melancholy, which can be simultaneously threatening and appealing.<br />  <br /> Lu Song knows how to break through the romanticized subjects of his works by painterly means: every deceptive appearance of an idyll is lastingly disrupted in a massive, but subtle way. He often applies silicone to the canvas and paints over it, only to later remove it by scraping it off with a squeegee. He uses extremely diluted oil paint that is so fluid, it often runs down the canvas immediately after application. Veils of colour overlay each other, permitting these veils to run vertically down the image and revealing the texture of the canvas underneath them. Lu Song provokes the unruliness of paint through the liquefaction, thus challenging the autonomy of the canvas – only to work against it at the same time.<br />  <br /> This act is crucial to the process of the paintings development; in which there can be no foreseeable seal on the canvas and in which the layered material is removed, exposed and recoated. Each subject is developed during the creation process and in response to the materials used. Lu says that if he already knew what a painting would look like in the end, then he need not paint it at all. It is therefore the development itself that drives him, as he never follows an anticipatory composition. The process of painting remains primarily interrelated to the reaction of the materials and his intuition.<br />  <br /> The layered application of the materials, as well as the exposal of the layers below or even the paintings surface itself, reveal a lot about Lu songs artistic way of thinking and even suggest a psychological approach. Lu dismisses the material from his conscious control, leaving it to lead the way. It is also worthy to note that Lu makes no specific reference to the reality of life in China, but rather (quite melancholically) aims to display the emotional positioning of the present. With the creation of his inner images, Lu Song takes on an inner freedom that may be especially typical for the younger generation of Chinese artists.<br />  </p> <p>Peer Golo Willi</p> Sat, 01 Sep 2012 23:33:27 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Natee Utarit - Arndt - September 12th, 2012 - October 17th, 2012 <p><strong>ARNDT Berlin</strong> is proud to present<strong><i> Illustration of the Crisis</i>,</strong> the first solo exhibition of Thai artist <strong>Natee Utarit</strong> in the city of Berlin.</p> <p>Initially influenced by German Expressionism and abstract art in his early body of work, Utarit has undergone an exploration on the medium of painting connecting it with photography and classical Western art. In the last decade, his paintings have been inspired by old masters of Western art history from the Italian Renaissance - such as Fra Angelico (1395-1455, born Guido di Pietro) or Paolo Uccello (1397-1475, born Paolo di Dono) - and the Baroque era, approaching in a critical way Thai social subject matters.</p> <p>Between 2009 and 2011, Thailand was living a series of political contradictions that were affecting public life in the country. It was more a crisis connected to power relations and Buddhist belief rather than just an economical crisis related to the country's development. For the artist, Thai's current crisis is intangible and therefore complex to understand as it is happening in Thai's souls. "It is a crisis that strikes at the heart of some of our most treasured illusions, those which have sustained us for centuries and that only we Thais can understand in the context of our own society and our own cultural beliefs."</p> <p>But, how can we illustrate this crisis on canvas? Thus, the complexity of the picture language allows him to speak about these sensitive issues. The artist considers that the symbolism of 15 - 17th Western painting techniques, such as landscape and still life, are capable to show multiple layers of reality. For him, "This language relied heavily on metaphors and hidden symbols to communicate". In the series<i> Illustration of the Crisis</i>, the artist uses "the language and grammar of painting of the past" to portray current social issues. In general, the artist refers to his work as dealing with social issues rather than considering it political art.</p> <p>This <i>Illustration of the Crisis</i> series is a continuation of his previous explorations on the pictorial language of Western painting techniques. Utarit's earlier series, such as <i>Pictorial Statement</i> (2000), connected reproductions of old masters with Thai landscapes, or used copies of floral still lifes as in <i>The Last Description of the Old Romantic</i> (2005). For him, the multiple facets of reality are best depicted through these means.</p> <p>Before starting to work, the artist composes an artificial scenery created with objects chosen from antique markets or accumulation shops (similar to flea markets). During his search, he tries to find items that are suitable to be painted, in order to later create a dialogue between the found objects and the ideas he wants to transmit with them. So far, the symbolic language and the dialogue of the objects potrayed in his oeuvre mix elements of reality and fiction, combining found objects such as bones, brushes, scissors, spoons, old chandeliers, a head of a Buddha or busts of military characters with plastic toys, anatomy models and plastic animal figures. In fact, these animals are not intended to correspond to real animals. More likely they are metaphors of different human behaviours, thoughts and emotions, as if we would be speaking of characters taken from fairytales. To reach a more abstract environment, the artist deliberately does not take nature as an example to create the settings of his canvases. And, right after setting up this artificial scenario, he starts to paint.</p> <p>The artist's studio reminds us of a sort of medical laboratory or a room for experiments, in which all objects are closely observed, organised and separated, and later put together in a particular arrangement meaningful for him. After this process of composition, he photographs the dialogic setup of the objects. While painting, he will choose the proper colours to create the atmosphere he wants to achieve. This artificiality creates some distance between the hidden reality he is addressing and leaves the viewer the option to decipher the questions he is posing to the audience.</p> <p>Natee Utarit was born in 1970 in Bangkok, where he lives. He studied at the College of Fine Art, and graduated in Graphic Arts at the Painting and Sculpture Faculty at Silpakorn University, both in Bangkok. During his art studies at Silpakorn University, he was influenced by classical art, but also by theories of postmodernism that deconstruct classicism connecting it to modern concerns.</p> <p>His international career dates back to the late 1980's, participating in group exhibitions such as the Third Asia-Pacific Triennial of Contemporary Art Brisbane (1999), <i>Next Move: Contemporary Art from Thailand</i> at La Salle College of the Arts (2003) or <i>Traces of Siamese Smile: Art, Faith, Politics and Love</i> at the Bangkok Art and Culture Center (2008). Recent solo exhibitions include <i>The Amusement of Dreams, Hope and Perfection</i> at the Art Center of Chulalongkorn University (2007) and <i>Natee Utarit: After Painting</i> at the Singapore Art Museum (2010). His work is part of renowned collections, such the Bangkok University, the Queensland Art Gallery, the Singapore Art Museum,  as well as private collections in Europe and Asia. <br /> <br /> By Katerina Valdivia Bruch</p> Wed, 29 Aug 2012 01:53:16 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Group Show - Aurel Scheibler - September 12th, 2012 - November 17th, 2012 <p>“Entr’acte” will offer an opportunity to have a first glance at the refurbished Schöneberger<br />Ufer spaces. The focus will be on works on paper and will pay tribute to the gallery’s own<br />artists, several of whom have been part of Scheibler’s program for a considerable amount of<br />time. Works by Wolfgang Betke, Jonathan Bragdon, Tom Chamberlain, Öyvind Fahlström,<br />Neil Gall, Anthony Goicolea, Stefan Löffelhardt, E.W. Nay, Alice Neel, Jack Pierson, Thomas<br />Rentmeister, David Schutter, Curt Stenvert, Gavin Turk, Alessandro Twombly, Christopher<br />Wedding, Michael Wutz and Joe Zucker will be shown. The gallery will also participate at<br />abc (art berlin contemporary), taking place at Station-Berlin, which is located at a<br />comfortable walking distance from Schöneberger Ufer. Neil Gall, one of the gallery’s<br />longstanding artists will take center stage at the fair.</p> Wed, 03 Oct 2012 01:15:38 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list - Bauhaus-Archiv Museum of Design - September 12th, 2012 - October 15th, 2012 <p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;">At the conclusion of the tenth edition of the DMY International Design Festival in Berlin, the designers and groups who have been nominated for the DMY Award will have the opportunity to present the prize-winning projects, experimental prototypes and one-off design objects to visitors of the Bauhaus Archive. The presentations will be augmented by a diverse programme of events that reflects the heterogeneous character of an exhibition featuring mostly young and innovative figures in design.</span></p> <p style="text-align: justify;"><br /><span style="font-size: small;">A series of events and interactive sessions with varying concepts is planned. A variety of happenings that do not conform to the typical museum context will add a metaphysical dimension to the accompanying programme, transforming</span> <span style="font-size: small;">participants into active interpreters of the exhibition, emphasizing unusual aspects of the works, and establishing new associations between the works and the concepts that lie behind them. The DMY Award, which distinguishes outstanding examples of future-oriented design, is presented annually by DMY Berlin together with the Bauhaus Archive.</span></p> Sat, 15 Sep 2012 10:31:58 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Anna Roger, Tuva Gonsholt, Ina Kristine Hove, Kjersti Johannessen, Lene Lunde, Louise Olsson - Berlin Glas e.V. - October 4th, 2012 - October 12th, 2012 <p>Berlin Glas eV is happy to have the Dynamo collective as the next resident artists in the studio, where they will present their exhibition <em>I Spy With My Little Eye</em>.  The theme of their newest body of work is centred on the desire for fame and recognition, and the result of being under surveillance that follows. To see and be seen - how is one affected by being observed? How they eventually perceive the world will create certain behaviours. They seek some attention, while rejecting it at the same time.    <br />                                   <br /> "In a room filled with eyes, camera and mirrors we would like to create a situation where the audience is watched while they are watching.  Every glass ball is decorated to represent various types of gazes, perspectives and views. <em>We want our exhibitions to be open, inspiring and challenging in a positive way.  Our idea is that each new show will have a connection with the last one and </em>we want the audience to participate. The idea to this exhibition came from comments the audience at the <em>Carry On 0:3</em> exhibition at Gallery Format in Oslo, Norway 2010. Here in Berlin there will be some of “free” glass balls for the gallery guests to decorate themselves and then hang on the wall so the exhibition will continue to grow."<br />  <br /> DYNAMO was founded in 2008 and comprised of six artists from Norway and Sweden - Anna Roger, Tuva Gonsholt, Ina Kristine Hove, Kjersti Johannessen, Lene Lunde and Louise Olsson. <em>"By forming the collective we have created an inspiring and creative community - a forum in which to share ideas and challenge each other to create new works of art, as well as to evolve as artists.</em>"</p> Thu, 20 Sep 2012 23:21:56 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Yasam Sasmazer, Ulrich Riedel, Jörg Lohse - BERLINARTPROJECTS - September 12th, 2012 - October 14th, 2012 Sun, 01 Jun 2014 08:07:17 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Michael Sailstorfer - Berlinische Galerie - April 26th, 2012 - October 8th, 2012 <p>Michael Sailstorfer (*1979 Velden/Vils), is the prize-winner of “Vattenfall Contemporary 2012”. This choice pays tribute to an artistic position that re-questions and extends the classical concept of sculpture. In his often lavishly produced works he creates new, unfamiliar relations between everyday objects and processes, so generating images with great poetic effect.<br /><br />The central motif of his first major solo exhibition in Berlin is the forest. Five trees in the installation Forst, hanging upside down and revolving around their own axes, take up the whole of the 10-metre high exhibition space. While Sailstorfer brings nature into the exhibition space here, with his second work Schwarzwald (Black Forest) he takes art into nature: he produced a square field in an area of forest using black paint, which is reminiscent of Kazimir Malevich’s Black Square dating from 1914/15. Its slow disintegration, triggered by natural processes, is watched over by a video camera and transmitted via live stream to a screen in the exhibition space.<br /><br />Sailstorfer studied under Olaf Metzel at the Academy of Fine Arts in Munich and at Goldsmiths College in London. To date, it has been possible to see solo exhibitions of his work in the Schirn Kunsthalle Frankfurt a. M. (2008), the Kestner Society Hanover (2010/11), the S.M.A.K. in Genth (2011), and Kunsthalle Nuremberg (2011).<br /><br />The prize "Vattenfall Contemporary" is a re-conception of the “Vattenfall Kunstpreis Energie”, which has been awarded annually since 1992, experiencing its 20th anniversary this year. The prize was re-conceived in collaboration with the Berlinische Galerie in 2010. Since then it has been presented to internationally acclaimed artists living and working in Berlin.</p> Fri, 20 Apr 2012 01:18:14 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Hilde Weström - Berlinische Galerie - September 26th, 2012 - February 25th, 2013 <p>Hilde Weström (born on Oct. 31, 1912), together with Ilse Balg or Vera Meyer-Waldeck, is one of the few female architects who successfully participated in the reconstruction of Berlin after the war. One of the first women accepted into the Bund Deutscher Architekten in 1948, she founded her own firm in 1949. She then participated in numerous competitions together with colleagues such as Wils Ebert, Werner Düttmann, or Paul Baumgarten. Her wide-ranging oeuvre, which she created until her retirement in 1981, shows Weström’s engagement with a present marked by transformation and the foundational principles of new construction. Her untiring commitment to a social, individually adaptable living has made her widely known. In 1957, her designs for model apartments were presented as pioneering at the exhibition „Die Stadt von Morgen”, part of „Internationale Bauaustellung” Berlin. Selected photographs, drawings, and models from the architect’s own papers alongside loans from the Verborgenes Museum and private collections will provide insights into the life and work of this unusual pioneer of architecture.</p> Mon, 01 Oct 2012 02:52:31 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Lawrence Weiner - Blain|Southern Berlin - September 15th, 2012 - November 3rd, 2012 <p>Blain|Southern Berlin is delighted to announce an exhibition of new work by Lawrence Weiner, <em>CONCENTRICITY PER SE</em>. Directly responding to the vast, post-industrial space of the gallery, which formerly housed the printing presses of <em>Der Tagesspiegel</em> newspaper, Weiner has created a large-scale wall installation utilising his primary medium of language.</p> <p>The new works, in both English and German, draw into question the relationship between sculptural form, signification and meaning. They are accompanied by a number of drawings and diagrams, demonstrating the creative process and working methods involved in the artist’s practice.</p> <p>Weiner has an ongoing relationship with Berlin, beginning in the early 1970s.  He received a DAAD grant in 1975, and produced his movie, <em>A SECOND QUARTER</em>, in Berlin (<em>A FIRST QUARTER</em> was produced in 1973 in New York City). His opera, <em>THE SOCIETY ARCHITECT PONDERS THE GOLDEN GATE BRIDGE</em>, was performed at the Hamburger Bahnhof in 2000 and in the same year, his exhibition, NACH ALLES, was held at the Deutsche Guggenheim.</p> <p>Weiner’s art career began in 1960 in Mill Valley, California, where he set off dynamite charges that had been placed in a field. Since then Weiner has been an explorer of materials and their relationships with people and society. In his 1968 <em>Declaration of Intent</em>, Weiner made explicit his reappraisal of the traditional relationship between artist and materials, which coincided with a radical redefinition of the conventional positions of artist and audience.</p> <p>Central to the development of post-minimal Conceptual art in the 1960s, Weiner challenged traditional assumptions about the status and nature of art. His praxis has taken many forms, including interventions with architectural structures, publishing materials within books and journals, and even writing song lyrics. His work fundamentally questions the configuration of the world around him. In doing so, Weiner offers a unique insight into the difficulties of ascribing fixed definitions and explanations, or perhaps even meaning, to both the practice of art-making and to the art object itself.</p> <p><em>"CONCENTRICITY PER SE attempts to exist, not in parallel realities or in predetermined circles where causality is objectified, but in the graceful open-ended ellipse of concentricity, where anything can happen depending on one’s perception and the awareness of the moment.  This collision is where the exhibition begins… "  </em>Alice Zimmerman, 2012</p> Mon, 08 Oct 2012 14:12:23 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list