ArtSlant - Current exhibits http://www.artslant.com/ber/Events/show en-us 40 Vlado Martek - Aanant & Zoo - April 27th, 2012 - June 16th, 2012 <p>Aanant &amp; Zoo freut sich den kroatischen Künstler Vlado Martek (*1951) erstmals mit einer Einzelausstellung in Deutschland vorzustellen.</p> <p>Martek der in den frühen 70er Jahren Philosophie und Literatur in Zagreb studierte, begann sein künstlerisches Schaffen als Dichter. Bald genügte ihm die reine Schrift als Ausdrucksmittel nicht mehr. Als Mitglied der Aktionsgruppe <em>Group of Six Artists</em> (mit Boris Demur, Željko Jerman, Mladen Stilinović, Sven Stilinović , Fedor Vučemilović) brachte er zwischen 1975 und 1978, unter den repressiven Bedingungen der Tito-Regierung, seine Gedichte und Schriften in freien Vortragssituationen auf die Straße und reicherte sie durch Skizzen und Installationen an. Als <em>Nomade der Künste</em> hat er seine Poesie mittlerweile in jeglichen Kunst- und Ausdrucksformen weiterentwickelt: Seit 1979 ist er als Bibliothekar tätig.</p> <p>Schrift, Poesie und Sprache bilden die Basis, den <em>Untergrund</em> für Marteks gesamtes Schaffen. In seinem vielfältigen Werk aus Skizzen, Collagen, Aktionen und Büchern findet er seit den 1970er Jahren immer wieder einen neuen Umgang mit und durch die Sprache, negiert und dekonstruiert tradierte Formen um schließlich zur Essenz zurückzukehren. Vlado Martek ist kein stiller Beobachter. Analytisch und kritisch, ironisch und humorvoll kommentiert er in seinen Werken gesellschaftliche Strukturen, so auch in dem in der Ausstellung zu sehenden manifestartigen Text <em>Snaga podloge</em>.</p> <p>Poesie reduziert Martek als selbstbetitelter <em>Prä-Poet </em>auf ihre konstitutiven Elemente. Der Idee folgend, ein Gedicht werde gemacht, nicht geschrieben, bricht er dieses auf die reine Materialität von Papier, Bleistift oder einzelnen Wörtern auf. Das Alphabet, der Grundstein der Sprache und somit auch der (klassischen) Poesie, versteht der Künstler als symbolische Basis für jegliches Wissen: Zwischen dem ersten und dem letzten Buchstaben vollzieht sich<em> “alles was gesagt werden könnte”</em>. Die Arbeit “Stift und Alphabet” von 2002 vereint die konstitutiven Elemente der Sprache; das Blatt Papier als Unterlage wird zum Handlungsraum: Alles was gesagt oder getan werden könnte, es wäre mit einem Stift, dem Papier und den Buchstaben des Alphabets möglich.</p> <p>1982 fing Vlado Martek an, eigene Bücher als Editionen zu veröffentlichen. Die <em>samizdats</em>, benannt nach dem russischen Begriff für die autonome Herstellung und Verbreitung von Büchern, beinhalten oft nicht mehr als ein kurzes, analytisch-ironisches Statement, das mit dem derzeitigen oder damaligen politischen Gegebenheiten spielt. Indem Martek sich Slogans und Symbole aneignet, sie dekontextualisiert und in ihrer Bedeutung umkehrt, vollführt der Künstler einen semiotischen Guerillakrieg, der sich sowohl gegen die Staatsmacht wendet als auch an den Betrachter richtet. Diesen fordert er immer wieder auf, die alltäglichen Ideologiestrukturen zu hinterfragen und sich von Autoritäten loszusagen. Viele Arbeiten zeichnen sich durch eine für jedermann einholbare Ästhetik aus. Gefundenes Papier, das bereits Gebrauchsspuren besitzt und die Dauer seiner eigenen Existenz preisgibt, ist oft in Marteks Werken zu finden. Auch Blei- und Filzstift, Aquarellfarbe und Siebdruck sind wiederkehrende Materialien. Der formale Aspekt in Marteks Arbeiten zeichnet sich dabei stets durch eine realistische, anti-mythologische Sichtweise aus, die den Fokus auf die Materialität der Wörter und der Dinge richtet.</p> <p>In “The Power of Support / Die Kraft des Untergrunds” zeigt Aanant &amp; Zoo eine Reihe von beispielhaften Arbeiten, in denen Collage, Zeichnung und Schrift aufeinandertreffen und die Materialität von Vlado Marteks Poetik in Form von Papier, Spiegel oder Glas manifest wird. Die Arbeiten setzen sich konzeptuell mit dem Begriff <em>Podloga</em>, kroatisch für Basis oder Untergrund, auseinander, welcher für ihn sinnstiftend in zweierlei Hinsicht ist. Als Ort des Entstehens wird auf der Unterlage geschrieben und gezeichnet, auf ihr werden Spuren hinterlassen oder wird selbst zum Inhalt: In “Was, wie und für wen” (2000) kehrt Martek das Verhältnis des Textes zu seiner Basis, dem Papier um, die Schrift wird durch blankes Papier überlagert. Der Spiegel gewinnt als Unterlage besondere Bedeutung, wirft er doch den Blick des Betrachters wieder auf sich selbst zurück. Martek spielt mit der Beschaffenheit seiner Elemente. Glas, Papier, Spiegel und eine leere Fläche ergeben in “Sonett” (1978/2009) ein Klanggedicht, welches seine Rhythmisierung und seinen “Klang” durch den Wechsel der Materialität erhält.</p> Sun, 06 May 2012 23:17:20 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list John Cage - Akademie der Künste - Hanseatenweg - March 30th, 2012 - June 17th, 2012 <p>John Cage war als Komponist, Musiker, Philosoph, Literat und Denker so einflussreich und hoch geachtet wie kaum ein anderer Künstler in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Doch sein Werk als bildender Künstler und sein Einfluss auf die Kunst sind viel weniger bekannt als seine Musik. Die Ausstellung, kuratiert von Wulf Herzogenrath, stellt Cage als Bildenden Künstler in den Mittelpunkt. Sie verknüpft Cages visuelles Werk mit der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, wirft einen neuen Blick auf den Einfluss der europäischen Moderne auf Cage und skizziert die gegenseitigen Anregungen.<br /> <br /> Die Ausstellung vereint Klang-Environments ebenso wie Grafiken und Partituren von John Cage seit den 1930er Jahren mit Arbeiten seiner Anreger und Freunde – von Richard Buckminster Fuller, Marcel Duchamp, Robert Rauschenberg, Nam June Paik, Mark Tobey, Morris Graves und anderen. In Arbeiten auf Papier, medien- und klangkünstlerischen Werken, Installationen, Notationen, Foto- und Filmdokumenten werden auf konzentriertem Raum skizzenhaft wesentliche Einflüsse und Anregungen des Bildenden Künstlers John Cage reflektiert. Kulturelle Wechselbeziehungen stehen neu zur Diskussion, wie das Verhältnis zu Asien, Zen und White Writing (Mark Tobey), zur europäischen Kunst und Synästhesie, ebenso wie zu Happening, Fluxus, Zero und der Conceptual Art.<br /> <br /> Ein besonderer Schwerpunkt liegt erstmals auf der Verbindung zwischen Cages bildkünstlerischer Entwicklung und den Aufbrüchen der klassischen Moderne in Europa: So ist kaum bekannt, dass Cage diese aufmerksam verfolgte. Bereits als 22-jähriger erwarb er ein Bild von Alexej Jawlensky – das er mit einem US-Dollar anzahlte! – und 1939 organisierte er Ausstellungen von Paul Klee, Wassily Kandinsky und Jawlensky. Zentrale Werke von Jawlensky, Klee, László Moholy-Nagy sowie Anni und Josef Albers beleuchten die anregenden Impulse, die Cage durch die klassische Moderne empfing.<br /> <br /> Zur Ausstellung erscheint ein von Wulf Herzogenrath und Barbara Nierhoff-Wielk herausgegebenes Begleitbuch in der Reihe der DuMont-Dokumente, das durch die Ernst von Siemens Kunststiftung finanziell unterstützt wird. Darüber hinaus wird die Ausstellung großzügig von der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, Bremen, gefördert.</p> Mon, 05 Mar 2012 01:54:25 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Group Show - Akademie der Künste - Hanseatenweg - May 4th, 2012 - July 1st, 2012 <p>Im Jahr 1949 durchstieß der Italiener Lucio Fontana erstmals mit einem Locheisen die materielle Bildfläche; der Amerikaner Ellsworth Kelly schuf in Paris sein erstes rahmenloses Bildobjekt. François Morellet überzog ab 1952 in Frankreich weiß gestrichene einfache Bildtafeln mit repetitiven Strukturen. Seitdem öffneten immer mehr Künstler in Europa und Amerika die festen Grenzen der gerahmten Bildfläche und ersetzten den fiktiven Bildraum durch den Bezug zum realen Umraum. <br /> <br /> Die Ausstellung "Aufbruch. Malerei und realer Raum" gibt Einblick in ganz unterschiedliche künstlerische Ansätze, bei denen die Geschlossenheit des Bildes mit den Mitteln der Malerei aufgebrochen wird. Werke von Lucio Fontana, Sam Francis, Ellsworth Kelly, Yves Klein, Gotthard Graubner, François Morellet, Bridget Riley, Gerwald Rockenschaub, Bernard Schultze, Emil Schumacher, Leon Polk Smith, Günter Uecker u.a. stehen für Strategien, mit denen die Wahrnehmung des Betrachters über die Grenzen des traditionellen Tafelbildes bis hin zu Rauminstallationen hinausgeführt wird.</p> Mon, 30 Apr 2012 02:29:43 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Peter Weibel, Robert Palmer, Anders Levermann, Klaus Staeck, Freddy Paul Grunert - Akademie der Künste - Pariser Platz - December 4th, 2011 - December 9th, 2012 <div class="detail_text">Der „Climate Walk“ startet zur Weltklimakonferenz in Südafrika und wird für ein ganzes Jahr (bis zum nächsten Klimagipfel) in der Passage der Akademie das Verhältnis von Kunst und Klima thematisieren. Er macht interdisziplinäre Wissensarchive im In- und Ausland zugänglich und lädt ein, sich mit eigenen Fragen und Kommentaren einzubringen. Kontext sind globale Krisen, der Klimawandel, not-wendige gesellschaftliche Transformation im Sinne einer zukunftsfähigen „Kultur des Miteinander“ und neue Positionen gestalterisch forschender wie verantwortlich handelnder LebensKunst. Zur Eröffnung sprechen Klaus Staeck, Peter Weibel, Robert Palmer, Anders Levermann und Freddy Paul Grunert. <br /> <br /> Ein Gemeinschaftsprojekt mit dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe – ausgezeichnet als „Cultural Event vom Council of Europe“. Konzeption Freddy Paul Grunert/ZKM und Christian Schneegass/AdK</div> Wed, 27 Jun 2012 02:08:35 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Joanna Rajkowska - Akademie der Künste - Pariser Platz - April 27th, 2012 - July 1st, 2012 <p>Joanna Rajkowskas Film-Installation besteht aus den Filmen „Born in Berlin“ und „Final Fantasies“, die beide anlässlich der 7. Berlin Biennale 2012 in Berlin entstanden sind. Ihre Arbeiten setzen sich mit dem unvermeidlichen Zusammengehen von Leben und Tod, von Neuanfang und schmerzlicher Vergangenheit auseinander. „Born in Berlin“ dokumentiert die Geburt ihrer Tochter Rosa 2011 und verweist in der bewussten Wahl des Geburtsorts auf dessen enorme Bedeutung für jeden einzelnen Menschen. Während „Born in Berlin“ von der Frage „Wo bist du geboren?” ausgeht, fragt „Final Fantasies“ „Wie möchtest du sterben?” <br /> <br /> Die Künstlerin Joanna Rajkowska ist Mitglied von Krytyka Polityczna. Sie lebt und arbeitet in Warschau, London und in Berlin.</p> Mon, 30 Apr 2012 02:15:19 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Gerhard Bohner - Akademie der Künste - Pariser Platz - May 8th, 2012 - August 12th, 2012 <p>Gerhard Bohners legendäre Choreographien und Soloauftritte werden mit Fotos, handschriftlichen Notizen, Bühnenplänen und anderen Dokumenten anlässlich seines 20. Todestages noch einmal in Erinnerung gerufen. <br /> <br /> Das Gerhard-Bohner-Archiv zeigt Arbeiten, die zum größten Teil von der Akademie produziert wurden und am Hanseatenweg ihre Premiere hatten. 1971 schuf er das Handlungsballett „Die Folterungen der Beatrice Cenci“. Bohners Beschäftigung mit Oskar Schlemmer und dem Bauhaus mündete schließlich 1977 in die Rekonstruktion und Neufassung des „Triadischen Balletts“. <br /> <br /> Als Solotänzer wird er mit dem 1989 entstandenen Programm „Im (Goldenen) Schnitt“ vorgestellt, das in Zusammenarbeit mit drei Künstlern entstand: der Bildhauerin Vera Röhm (Teil I), dem Plastiker Robert Schad (Teil II) sowie dem Klangkünstler Roland Pfrengle (Fassung 3).</p> Mon, 30 Apr 2012 02:20:30 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Felix Kiessling - alexander levy - June 2nd, 2012 - July 14th, 2012 <p>alexander levy shows<br /><br />Felix Kiessling Tür und Stern<br /><br />01.06 - 14.07.2012<br /><br />Opening: 01.06.2012, 6pm<br /><br />With the exhibition Tür und Stern the artist Felix Kiessling uses two media to dissolve our<br />habitual ways of seeing things. The work shown is from the Vektor: Fotografien series, which<br />is ongoing since 2011 and focuses on the irritation of spatial perception. Using over-sized<br />vectors, anchored in reality as steel rods within landscapes, Felix Kiessling defamiliarizes<br />space to create unreal impressions. The rods always appear horizontally or vertically in the<br />photographs, making the vectors appear as the actual axes of reference in the image, which<br />in turn makes the landscape seem like an unreal addition.<br /><br />A central role is played by a work specially designed for the space, Stern. The 6-sided, star-<br />shaped installation consists of 12-meter-long rods that extend beyond the exhibition space,<br />protruding like beams from the exterior, into the ground and through the ceiling. The<br />perception of the actual dimensions is always limited – either to within the interior or to the<br />extending beams – and the overall picture can only be understood in the knowledge of the<br />other views. Thus, the viewer is always involved within Kiessling's work, and the irritation is<br />based on his perspective.<br /><br />Like the works in this exhibition, all the works by Felix Kiessling are characterized by a<br />preoccupation with spatial perception and the distortion of dimensions. Places are<br />transformed, rearranged, and perspectives are presented. Kiessling plays with experiences,<br />poses questions about perception, and confronts the viewer with the dissolution of the familiar.<br />More information can be found at alexanderlevy.net or at felixkiessling.net<br /><br />alexander levy<br />Rudi-Dutschke-Straße 26<br />10969 Berlin<br />Tel. +49 - 30 - 25 29 22 21<br />info@alexanderlevy.net<br />www.alexanderlevy.net<br />Tues - Sat, 11am - 6pm and by appointment</p> <p>alexander levy zeigt<br /><br />Felix Kiessling Tür und Stern<br /><br />01.06 – 14.07.2012<br />Eröffnung: 01.06.2012, 18 Uhr<br /><br />mit der Ausstellung Tür und Stern löst der Künstler Felix Kiessling in zwei Medien<br />unsere gewohnten Sehweisen auf. Gezeigt wird die seit 2011 fortlaufende Serie<br />Vektor: Fotografien, in deren Mittelpunkt Irritationen der Raumwahrnehmung stehen.<br />Mit Hilfe überdimensionierter, durch Stahlstangen real verankerter Vektoren in<br />Landschaften verfremdet Felix Kiesling den Raum zu unwirklichen Eindrücken. Die<br />Stangen sind stets horizontal oder vertikal in den Fotografien zu sehen, dadurch<br />erscheinen die Vektoren wie reale Bezugsachsen im Bild und umgekehrt die<br />Landschaft zu unwirklich Hinzugefügtem.<br /><br />Eine zentrale Rolle nimmt die eigens für den Raum entwickelte Arbeit Stern ein. Die<br />6-schenklige, sternförmige Installation besteht aus 12 Meter langen Stangen, die<br />über den Ausstellungsraum hinausgehen. Wie Strahlen ragen sie aus der<br />Außenfassade, in den Boden und durch die Decke hindurch. Die Dimensionen<br />können stets nur begrenzt wahrgenommen werden – entweder der Innenraum oder<br />die weiterführenden Strahlen – und erst im Wissen um die anderen Blicke ergibt sich<br />ein Gesamtbild. So ist auch immer der Betrachter mit in die Arbeiten von Kiessling<br />eingebunden, da nur durch seine Sicht darauf Irritationen entstehen können.<br /><br />Wie die Arbeiten in der aktuellen Ausstellung ist auch das Gesamtwerk von Felix<br />Kiessling geprägt von der Beschäftigung mit Raumgefühlen und der Verzerrung von<br />Dimensionen. Orte werden verwandelt, neu geordnet und Sichtweisen vorgeführt.<br />Kiessling spielt mit Erfahrungen, befragt Wahrnehmungen und konfrontiert den<br />Betrachter mit der Auflösung von Vertrautem. Mehr Informationen finden Sie unter<br />alexanderlevy.net oder unter felixkiessling.net<br /><br />alexander levy<br />Rudi-Dutschke-Straße 26, 10969 Berlin<br />Tel. +49 - 30 - 25 29 22 21<br />info@alexanderlevy.net, www.alexanderlevy.net<br />Di - Sa, 11 - 18 Uhr und nach Vereinbarung<br /><br />Biographie Felix Kiessling:<br />geb.1980 in Hamburg, lebt und arbeitet in Berlin<br />2009 Mitbegründer des Künstlerkollektivs „Das Numen“<br /><br />Ausbildung:<br />Seit 2008 Studium an der Universität der Künstle, Berlin<br />Seit 2009 am Institut für Raumexperimente von Olafur Elisson<br /><br />Preise, Stipendien:<br />2010 Call for Future Scholarship, Überlebenskunst, initiert vom Haus der Kulturen<br />der Welt, Berlin und der Kulturstiftung des Bundes<br />2010 HBC Residency Program<br /><br />Ausstellungen (Auswahl):<br />2012 Marrakech Biennale<br />2011 “Tokyo-Berlin Vektor”, Museum of Contemporary Art Tokyo (MOT), Japan<br />“Das Numen H2O - Festival Über Lebenskunst”, Haus der Kulturen der Welt,<br />Berlin<br />“Without Destination”, Reykjavik Art Museum, Reykjavik, Island</p> Mon, 18 Jun 2012 20:58:41 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list DAVID LINK - ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING - June 1st, 2012 - September 8th, 2012 <p>Die Installation des deutschen Künstlers David Link (*1971) ist Teil seines Projektes <i>LoveLetters_1.0</i>, an dem er seit 2009 kontinuierlich arbeitet. Sie mutet an wie eine Schaltzentrale mit Laborcharakter, die Ästhetik ihrer Präsentation scheint zeitlich entrückt zu sein: Über einem Tisch mit Tastatur flackern grüne Schriftzeichen auf Röhren, ein alter Fernschreiber druckt in bestimmten Abständen mechanisch und geräuschvoll Texte auf Papier. Es sind Liebesbriefe, die hier entstehen, und hinter alldem steht ein Computerprogramm, das scheinbar ohne menschliches Zutun agiert.<br /> <br /> Zum einen gibt es hier also die Maschine, die ,unmenschliche Technik‘. Zwar wurden Computerprogramme einst von Menschen geschrieben, sollen aber idealiter alleine arbeiten und auf diese Weise menschliche Intelligenz imitieren. Das ist notwendig und gewollt, gerade für auf Rationalität und Effizienz ausgerichtete wirtschaftliche oder militärische Zwecke. Doch dann gibt es den Menschen, mit all seiner Irrationalität, seinen Gefühlen der Hingabe und der Liebe, seine zärtlichen Empfindungen und das Bedürfnis, diese auszudrücken. Für ihn ist Effizienz allenfalls ein Ideal, und jeder Drang, zur ,biologischen Maschine‘ zu werden, wird nicht zuletzt an solchen Begrifflichkeiten scheitern. In <i>LoveLetters_1.0</i> trifft beides aufeinander.<br /> <br /> Freilich ist es auch eine Referenz an die frühe Computer-Geschichte, an den ,Ferranti Mark I‘, dessen erster Prototyp 1948 gebaut wurde. Liebesbriefe tauchten in diesem Zusammenhang in den frühen fünfziger Jahren an der Universität von Manchester auf, generiert mit einem 1952 entwickelten Programm, unter Zuhilfenahme eines Zufallsgenerators. David Link hat wesentliche Teile der Hardware, die im Original nicht mehr erhalten ist, und das Originalprogramm rekonstruiert. Nicht nur eine akribische Recherche aller notwendigen funktionalen Aspekte war hierfür notwendig. Eine wesentliche Antriebsfeder waren für Link auch eigene Spekulationen darüber, welche Beweggründe den Urheber des Programms getrieben haben könnten.<br /> <br /> Mit seiner Installation vollbringt David Link die Überführung in eine Ästhetik, die der Wechselseitigkeit von Mensch und Technik mithilfe des heutigen, wissenschaftlichen Blickes einen bemerkenswerten Tiefgangverleiht. Dafür verwendet er zwar originale Bauteile, ändert jedoch mitunter ihre ursprüngliche Funktion. So waren etwa die Röhren, in denen jeweils ein Kathodenstrahl auf eine Phosphorschicht geschossen wird und so das grüne Flackern erzeugt, ursprünglich ein Speichermedium, ­– nun dienen sie auch der Projektion oft schwülstiger Texte.<br /> <br /> Die Liebe, so zitiert der Künstler Johann Wolfgang von Goethe, sei durch Projektion charakterisiert, durch jene Projektion, die die Vorstellung anfacht. Solche Vorstellungen können auch die Ausdrucke einzelner Ergüsse der wortgewaltigen aber allzu simplen Poesie hervorrufen, die gerahmt an den Wänden hängen und ebenfalls Teil dieser Ausstellung sind.<br /> <br /> Sie sind das Ergebnis einer experimentellen Archäologie, die mit künstlerischen Mitteln der Funktion von Sprache und dem Phänomen von Nähe und Distanz des Menschen zu neuer Technik  nachspürt. Dadurch, dass Link für die Generierung dieses reduktionistischen Blickes auf die Liebe gerade eines der frühesten Computersysteme zum Ausgang nimmt, gelingt ihm die Schaffung jener Distanz, die für eine zeitgenössische Reflexion dieses Phänomens notwendig ist.<br />  <br /> David Links Computerkunst-Installationen und Performances wurden u.a. bereits im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM), Karlsruhe, bei der V2-Organisatie, Rotterdam, bei Arnolfini, Bristol sowie im Millennium Art Museum, Peking und im Centre Pompidou, Paris, gezeigt. Link ist teilnehmender Künstler bei der diesjährigen dOCUMENTA (13) in Kassel. Im Zentrum seiner derzeitigen Forschung steht die Entwicklung einer Archäologie algorithmischer Artefakte.</p> <p></p> <p>The installation by German artist, David Link (* 1971) is part of his project, <i>LoveLetters_1.0,</i> which he has been working on since 2009 continuously. The installation resembles a control centre with the character of a laboratory. The aesthetics of its presentation seem lost in time, as green letters flicker from the electron tubes above a desk with a keyboard and an old teleprinter printing mechanically noisy texts on paper at preset intervals. It is love letters that are being created here and behind all of this is a computer program - one that appears to act without human intervention.<br />  <br /> On the one hand, there is the machine, which is an ‘inhuman technology’. Although computer programs were once written by people, they should ideally work alone whilst mimicking human intelligence. This is necessary and sought after, especially for economical or military purposes that concentrate on both rationality and efficiency. On the other hand, there are also people with irrationalities, feelings of devotion and love, tender sentiments and the need to express these. For these people, efficiency is an ideal at best, and any urge to become a ‘biological machine’ will fail, if nothing else then simply due to the concept in itself. In <i>LoveLetters_1.0</i>, both of these worlds come together.<br />  <br /> There is indeed a reference to early computer history as well; the ‘Ferranti Mark I’, whose prototype was built in 1948. Love letters also appeared in connection with computers at the University of Manchester, where the letters were generated by means of a computer program, as well as with the help of a random generator. David Link has reconstructed key components of the hardware that is no longer available, along with the original program. It was not only a meticulous search of all required functional aspects that was necessary. Another major driving force was Link’s own speculations about what motives could have compelled the author of the program.<br />  <br /> With his installation, David Link accomplishes the return to an aesthetic that gives the reciprocity between man and technology remarkable depth, along with the help of a more modern and scientific view.  He uses original parts for this, but sometimes changes their original function. For example, the electron tubes, in which a cathode ray is shot on a phosphor film to produce the green flickering- were originally used as a storage medium, but they now also contribute to the projection of often turgid texts.<br />  <br /> Love, as the artist quotes the German poet Johann Wolfgang von Goethe, is characterized through projection – through the projection that fuels the imagination. It is this imagination that can cause the individual outpours of such powerfully eloquent, but all too simplistic poetry that is now hanging framed on the walls of the gallery as part of the exhibition.<br />  <br /> They are the result of an experimental archaeology that traces the function of language, as well as the phenomenon of proximity and distance between man and modern technology through artistic means. Through using one of the earliest computer systems as an output for the production of this reductionistic view of love, Link manages to create the distance that is necessary for contemporary reflection of the phenomenon.<br />  </p> <p>David Link’s computer art installations and performances have been exhibited at the Center for Art and Media Technology (ZKM), Karlsruhe, at the V2 Organisatie, Rotterdam, at Arnolfini, Bristol and at the Millennium Art Museum, Beijing, as well as at the Centre Pompidou in Paris. Link is a participating artist at dOCUMENTA (13) in Kassel this year.The focus of his current research concentrates on the development of archaeological algorithmic artifacts.</p> Tue, 03 Jul 2012 22:48:30 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Micha Ullman - ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING - June 2nd, 2012 - July 15th, 2012 <p>Es geht um Geschichte, die nicht nur das Vergangene meint sondern auch die Gegenwart, und die gleichermaßen in die Zukunft weist: das Werk des israelischen Künstlers Micha Ullman (* 1939) kreist um das Thema einer gemeinschaftlichen Erinnerung. Die Mehrdeutigkeiten, die seine Werke implizieren, legen Denkprozesse offen, die auf sehr komplexe Weise lokale, politische, aber auch soziale Fragen aufgreifen oder neu stellen.<br />  <br /> Ausgehend von Malerei und Zeichnung hat sich Ullman in seinen frühen Werken der 1970er Jahre mit verschiedenen Aktionen und Skulpturen der Land Art angenähert. Seine Motivation war es jedoch nicht, einer musealen Ausstellungskultur entgegenzutreten, auch romantisierende Bezüge spielten keine tragende Rolle. Mit dem Ausheben von Gruben und den Versatz des Aushubs bediente er sich der Erde als Material, das an Schöpfungsmythen anknüpft und ihren ,heimatlichen‘ Symbolgehalt nutzt. Doch auch die Leere, die der Aushub hinterlässt, ist in vielen der Werke Ullmans als Material im erweiterten Sinne zu verstehen, als Raum, den es mit Immateriellem zu füllen gilt. Neben Erde kommt in späteren Werken Sand (meist roter Sand aus Israel) hinzu, wie beispielsweise in der Skulptur <i>Glas-Tisch</i> (2012), die in dieser Ausstellung zu sehen ist und von dem ein früheres Werkexemplar heute Teil der Sammlung der Tate Modern in London ist.<br />  <br /> Der Salzabbau der Kali-Bergwerke im thüringischen Dorndorf, aus dem seine Eltern einst emigrieren mussten, ist für den Künstler aus erinnerten Erzählungen zu einem Familienmythos geworden. Eine Ausstellung im benachbarten Lindenau-Museum aus Anlass der Verleihung des Gerhard-Altenbourg-Preises 2010 war für Ullman der Beweggrund, Salz und den ebenfalls dort geförderten Basalt für die Installation <i>Bergwerk</i> (2010/2012) zu verwenden, die in dieser Ausstellung gezeigt wird. Das helle Salz und der dunkle Basalt, unvermischt und in kreisrunden Schüttungen auf dem Boden arrangiert, treten in einen Dialog der Gegensätze von Tag und Nacht, von Himmel und Erde. Integriert in diese Installation, wie auch in die Skulptur <i>Gläser</i> (2012), sind Trinkgläser, – für Ullman ebenso wie Gruben – Container, die, gerade wenn es zwei oder mehr sind, als Zeichen energetisch aufgeladener menschlicher Gemeinschaft dienen. Glas als Material, das unter anderem aus Sand und Feuer hergestellt wird, stiftet in seiner Zerbrechlichkeit und Flüchtigkeit jene Bezüge zur Vergänglichkeit, die in der Natur der Erinnerung liegen und die für Ullmans Werk grundlegend sind.<br />  <br /> Von Spuren des Vergangenen, Spuren einstigen menschlichen Beisammenseins zeugen in eindrucksvoller Weise Ullmans Aquarellzeichnungen auf Papier. Abdrücke von Trinkgläsern und anderem Essgeschirr zeichnen sich jeweils als blasse Fehlstellen auf dem Papier ab, das mehr als die Oberfläche eines Tisches nachbildet. Es wird erzählt von einer vielleicht plötzlich, fluchtartig aufgelösten Gemeinschaft, von dem, was fehlt, und von dem, was bleibt. In einem monatelangen Verfahren, vom Künstler nur zum Teil steuerbar, hat er hier neben dem Wasser auch das Element der Luft und die Verdunstung genutzt. Das Elementare in seiner Kunst bezieht sich, so zeigt sich, sowohl auf geologische und physikalische Phänomene, als auch auf das Zeichenhafte von Gegenständen gemeinschaftlichen Zusammenlebens: Gläser, Tische, häufig auch Stühle sind kulturübergreifend als solche Zeichen lesbar.<br />  <br /> Bei allem Facettenreichtum seiner Werke verwendet Micha Ullman ein Formen- und Materialvokabular, das einfach bleibt aber gerade in seinen symbolhaften Bezügen auch auf Immaterielles und Irrationales verweist. Sein Spiel mit Aushub und Schüttung, mit Leere und Volumen, mit Präsenz und Absenz, mit Positiv und Negativ, nimmt dabei stets den Menschen als Maßstab, im eigentlichen und im übertragenen Sinne. Das Zukunftsweisende seines Werkes gründet sich wohl gerade aus dem universellen Anspruch des Künstlers, den er kraftvoll aber unprätentiös umzusetzen versteht.<br />  <br /> Micha Ullman, der zweimalige documenta-Teilnehmer (1987 und 1992), ist in diesem Jahr mit frühen Werken in der Ausstellung <i>Ends of the Earth. Land Art to 1974</i> im Museum of Contemporary Art in Los Angeles vertreten, die im Herbst auch im Haus der Kunst in München gezeigt wird. Ullman ist der diesjährige Träger des Max-Herrmann-Preises der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin.</p> <p></p> <p>It is about history, meaning not only the past but also the present, and at the same time pointing towards the future: the work of Israeli artist, Micha Ullman (* 1939) revolves around the theme of a collective memory. The ambiguities implied in his works unfold thought processes that pose and rephrase local, political, and social questions in a very complex way.<br />  <br /> Coming from painting and drawing, Ullman approached Land Art in the 1970s through his early actions and sculpture works. His motivation was not to oppose museum exhibition culture, also romanticised references played no role. With the digging of pits and the excavation of substances, he uses earth as a material that builds on the myths of creation and also uses its symbolic content of concept of ‘home’. For many of Ullman’s works, the emptiness remaining after an excavation is also to be understood as a material in a wider sense: as a space that is to be filled with the immaterial. In addition to earth, the artist has used sand (mostly red sand from Israel) in his later works,such as in the sculpture <i>Glas-Tisch </i>(Glass-Table) (2012), which can been see in this exhibition and of which an earlier copy of the work is now part of the Tate Modern collection in London.<br />  <br /> Through the shared stories, the salt mining of the potash mines in the Thuringian village of Dorndorf, from which his parents had once emigrated, has become a family legend for the artist. An exhibition in the neighbouring Lindenau-Museum, where he was awarded the Gerhard-Altenbourg-Preis in 2010, was a motivation for Ullman to use the salt, as well as the basalt mined there, for the installation work <i>Bergwerk</i> (Mine) (2010/2012). Arranged in separate circular beds on the floor, the light salt and dark basalt enter a dialogue of contrasts between day and night, between heaven and earth. Just likein the sculpture <i>Gläser </i>(Glasses) (2012), drinking glasses are integrated in this installation, which for Ullman are similar to mine pits- containers, that especially when two or more are used, are a symbol for the energy-charged character of human community. Made from sand and fire amongst other things, glass as a fragile and vulnerable material creates references to the transience that lies in the nature of memory and is fundamental to Ullmans work. <br />  <br /> Ullman’s watercolours on paper create traces of the past, traces of a former social togetherness. Imprints of drinking glasses and other utensils take their shape in form of pale flaws on the paper, which imitates more than just the surface of a table. It is the recounting of a story of a perhaps suddenly and hastily dispersed community, as well as a story of that which is missing and that which remains. In addition to water, the element of air and the evaporation are used in a process that takes months and where the artist is only in partial control. The fundaments of his art are both the geological and physical phenomena, as well as the symbolic aspect of objects of communal living: drinking glasses, tables and chairs are often read as representations of the latter cross-culturally.<br />  <br /> In all the different facets of his work, Micha Ullman uses a vocabulary of form and material which remains simple but precise in its symbolic references to the immaterial and irrational. The artist plays with taking out and filling in, with emptiness and volume, with presence and absence, with positive and negative, and always takes the human being as a central reference in a strict sense, as well as in a figurative one. The forward-looking element of his work probably derives from the universal aspirations of the artist, which he implements powerfully yet unpretentiously.<br />  <br /> Micha Ullman, the two-time documenta participant (1987 and 1992), is represented with his early works in this year’s exhibition <i>Ends of the Earth. Land Art to 1974</i> in the Museum of Contemporary Art, Los Angeles, which will also be exhibited in the Haus der Kunst in Munich this autumn. Ullman is this year’s winner of the Max Herrmann-Preis award of the Freunde der Staatsbibliothek (Friends of the State Library) in Berlin.</p> Mon, 04 Jun 2012 18:40:54 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Leon Golub - Aurel Scheibler - April 28th, 2012 - June 30th, 2012 <p>The work of Leon Golub (1922–2004) roots in issues of power and vulnerability in all its forms and<br />ramifications in human nature. The tragic figure is central in the work of the multiple documentaparticipant who is one of the protagonists of American Realism. He examines his central theme closely by studying ancient sculptures, frescoes and mythology. In his edgy, unsettling infectious paintings and works on paper Golub lays paint in layers and crusts as sediments above one another. By partially scraping them with butcher axes he enforces the dramatic tenor of his work.<br />The exhibition is concentrating on Golub’s late works on paper. Executed with expressive gesture<br />and in part showing intense color, they reflect his shift to more intimate and personal works. They<br />address violence as well as violability, alternating between bleak war images and keyed-up erotic<br />emotions. In his scenic pictures the artist mixes the roles of victims, perpetrators and gender and<br />he confronts the recipient with grotesque human-animal-figures as a personification of horror or<br />brute lust.<br />We are grateful to Barbara Gross, Munich and Anthony Reynolds, London for their cooperation.</p> Tue, 12 Jun 2012 23:42:55 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list David Schutter - Aurel Scheibler - April 28th, 2012 - June 30th, 2012 <p>The center of Aurel Scheibler’s show is David Schutter’s (*1974, lives in Chicago) current project,<br />which addresses a painted study by Édouard Manet Study for the Execution of Emperor Maxmillian<br />(1867, Ny Carlsberg Glyptotek, Copenhagen). Having studied the work through drawings, field<br />notes and archival research, Schutter “re-made” several versions of Manet’s oil study in a 1-to-1<br />scale with like materials and without aid memoires. Accompanying his paintings the exhibition<br />shows a group of associative drawings.<br />Schutter’s practice is more a phenomenological study that discusses the problems encountered<br />when making a painting, than a test of memories. The works in the exhibition are as much<br />performative re-enactments of the historical artwork as they are discreet paintings and drawings.<br />As such they form a painter’s repertory of extended rehearsals.</p> Tue, 12 Jun 2012 23:43:44 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Michael Wutz - Aurel Scheibler - April 28th, 2012 - June 30th, 2012 <p>The visual topics in the works of the Berlin based artist Michael Wutz (*1979) alternate between<br />the fascination for indigenous people and prehistorical research, the Fin de Siècle and the offsides<br />of modern life in its urban shapes. Wutz's drawings in coal and sepia as well as his etchings, for<br />which he has received the Horst-Janssen-Graphic Prize in 2011, combine those poles. He chains<br />them up to complex narratives and creates new visionary worlds.<br />In his works Wutz finds symbols for taboo issues of society such as violence, infirmity and death,<br />melting them into organic and urban forms. This exhibition presents large-sized, water-coloured<br />drawings, which reveal entire landscapes. They are nerved by piles of human bones and<br />archaeological excavation teams, but also by fields of flowers and quotations from art history and<br />literature. In those opulent settings Wutz interweaves his thematic canon to disparate intertwined<br />visual worlds.</p> Tue, 12 Jun 2012 23:43:20 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Koen Delaere, Bas van den Hurk, Marijn van Kreij - Autocenter - June 1st, 2012 - June 16th, 2012 Tue, 22 May 2012 23:15:49 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list - Bauhaus-Archiv Museum of Design - March 21st, 2012 - June 10th, 2012 <p>In defiance of traditional construction methods, the cantilever chair came to represent the essence of modern design in the 1920s. With their designs for the first cantilever chairs made of tubular steel, Mart Stam, Marcel Breuer and Ludwig Mies van der Rohe transferred a new architectural concept of space with an emphasis on lightness and transparency to the realm of furniture. Since the 1950s and ’60s, highly innovative materials and technologies have come into use, such as plastics and corrugated cardboard. Artistic, social and political influences are reflected in provocative, unconventional seating objects.<br />Pioneering figures during this period were Verner Panton, Frank Gehry and protagonists of new German design such as Stiletto. This selection of furniture from the holdings of ‘Die Neue Sammlung – The International Design Museum Munich’ provides a multifaceted overview of the design and technological development of modern seating.</p> Fri, 24 Feb 2012 02:06:03 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Philippe Schwinger, Marcellvs L., Frédéric Moser, Sven Johne, Christian Jankowski - Berlinische Galerie - September 9th, 2011 - September 26th, 2012 <p class="bodytext">Over the course of one year, the IBB video lounge will present 12 artists who have drawn attention to themselves with innovative use of the media film and video in recent years. Documentary approaches will appear alongside strategies which reflect on and question the medium itself. Visual aesthetic experiments are also crucial to the works of those artists invited to participate. </p> <p class="bodytext">Some place emphasis on cinematography and the interaction of the performers, aiming to develop the aesthetics of the film from within its production processes. Others, by contrast, trust in the atmospheric impact of the moving image, which they underline using sound effects and narrative structures – or they caricature the very effects with which today’s television courts its viewers’ attention. The great extent to which aesthetic modification of the technical image has advanced is striking: not only figurative-abstract pictorial structures evolve as the result of conceptual ways of filming; temporal interventions such as slowing down also influence the viewer’s perceptual habits.</p> <p class="bodytext">The intention is to convey the diversity of the medium in the new programme format. That is why the selected artists are not only young talents who have scarcely made their mark on Berlin’s active art scene but also established representatives of contemporary video art, who will show both early and current work. A new, changing programme of different works will be compiled each month.</p> <p class="bodytext">The video lounge is being realised with support from the Investitionsbank Berlin.</p> <h2>Artists September to December 2011</h2> <p class="bodytext">Marcellvs L.<br />09.09.2011-03.10.2011<br /><br />Frédéric Moser und Philippe Schwinger  <br />05.10.2011-31.10.2011<br /><br />Sven Johne<br />02.11.2011-28.11.2011<br /><br />Christian Jankowski<br />30.11.2011-02.01.2012</p> Mon, 30 Apr 2012 02:34:04 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Michael Sailstorfer - Berlinische Galerie - April 26th, 2012 - October 8th, 2012 <p>Michael Sailstorfer (*1979 Velden/Vils), is the prize-winner of “Vattenfall Contemporary 2012”. This choice pays tribute to an artistic position that re-questions and extends the classical concept of sculpture. In his often lavishly produced works he creates new, unfamiliar relations between everyday objects and processes, so generating images with great poetic effect.<br /><br />The central motif of his first major solo exhibition in Berlin is the forest. Five trees in the installation Forst, hanging upside down and revolving around their own axes, take up the whole of the 10-metre high exhibition space. While Sailstorfer brings nature into the exhibition space here, with his second work Schwarzwald (Black Forest) he takes art into nature: he produced a square field in an area of forest using black paint, which is reminiscent of Kazimir Malevich’s Black Square dating from 1914/15. Its slow disintegration, triggered by natural processes, is watched over by a video camera and transmitted via live stream to a screen in the exhibition space.<br /><br />Sailstorfer studied under Olaf Metzel at the Academy of Fine Arts in Munich and at Goldsmiths College in London. To date, it has been possible to see solo exhibitions of his work in the Schirn Kunsthalle Frankfurt a. M. (2008), the Kestner Society Hanover (2010/11), the S.M.A.K. in Genth (2011), and Kunsthalle Nuremberg (2011).<br /><br />The prize "Vattenfall Contemporary" is a re-conception of the “Vattenfall Kunstpreis Energie”, which has been awarded annually since 1992, experiencing its 20th anniversary this year. The prize was re-conceived in collaboration with the Berlinische Galerie in 2010. Since then it has been presented to internationally acclaimed artists living and working in Berlin.</p> Fri, 20 Apr 2012 01:18:14 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list