ArtSlant - Current exhibits http://www.artslant.com/ber/Events/show en-us 40 Vlado Martek - Aanant & Zoo - April 27th, 2012 - June 16th, 2012 <p>Aanant &amp; Zoo freut sich den kroatischen Künstler Vlado Martek (*1951) erstmals mit einer Einzelausstellung in Deutschland vorzustellen.</p> <p>Martek der in den frühen 70er Jahren Philosophie und Literatur in Zagreb studierte, begann sein künstlerisches Schaffen als Dichter. Bald genügte ihm die reine Schrift als Ausdrucksmittel nicht mehr. Als Mitglied der Aktionsgruppe <em>Group of Six Artists</em> (mit Boris Demur, Željko Jerman, Mladen Stilinović, Sven Stilinović , Fedor Vučemilović) brachte er zwischen 1975 und 1978, unter den repressiven Bedingungen der Tito-Regierung, seine Gedichte und Schriften in freien Vortragssituationen auf die Straße und reicherte sie durch Skizzen und Installationen an. Als <em>Nomade der Künste</em> hat er seine Poesie mittlerweile in jeglichen Kunst- und Ausdrucksformen weiterentwickelt: Seit 1979 ist er als Bibliothekar tätig.</p> <p>Schrift, Poesie und Sprache bilden die Basis, den <em>Untergrund</em> für Marteks gesamtes Schaffen. In seinem vielfältigen Werk aus Skizzen, Collagen, Aktionen und Büchern findet er seit den 1970er Jahren immer wieder einen neuen Umgang mit und durch die Sprache, negiert und dekonstruiert tradierte Formen um schließlich zur Essenz zurückzukehren. Vlado Martek ist kein stiller Beobachter. Analytisch und kritisch, ironisch und humorvoll kommentiert er in seinen Werken gesellschaftliche Strukturen, so auch in dem in der Ausstellung zu sehenden manifestartigen Text <em>Snaga podloge</em>.</p> <p>Poesie reduziert Martek als selbstbetitelter <em>Prä-Poet </em>auf ihre konstitutiven Elemente. Der Idee folgend, ein Gedicht werde gemacht, nicht geschrieben, bricht er dieses auf die reine Materialität von Papier, Bleistift oder einzelnen Wörtern auf. Das Alphabet, der Grundstein der Sprache und somit auch der (klassischen) Poesie, versteht der Künstler als symbolische Basis für jegliches Wissen: Zwischen dem ersten und dem letzten Buchstaben vollzieht sich<em> “alles was gesagt werden könnte”</em>. Die Arbeit “Stift und Alphabet” von 2002 vereint die konstitutiven Elemente der Sprache; das Blatt Papier als Unterlage wird zum Handlungsraum: Alles was gesagt oder getan werden könnte, es wäre mit einem Stift, dem Papier und den Buchstaben des Alphabets möglich.</p> <p>1982 fing Vlado Martek an, eigene Bücher als Editionen zu veröffentlichen. Die <em>samizdats</em>, benannt nach dem russischen Begriff für die autonome Herstellung und Verbreitung von Büchern, beinhalten oft nicht mehr als ein kurzes, analytisch-ironisches Statement, das mit dem derzeitigen oder damaligen politischen Gegebenheiten spielt. Indem Martek sich Slogans und Symbole aneignet, sie dekontextualisiert und in ihrer Bedeutung umkehrt, vollführt der Künstler einen semiotischen Guerillakrieg, der sich sowohl gegen die Staatsmacht wendet als auch an den Betrachter richtet. Diesen fordert er immer wieder auf, die alltäglichen Ideologiestrukturen zu hinterfragen und sich von Autoritäten loszusagen. Viele Arbeiten zeichnen sich durch eine für jedermann einholbare Ästhetik aus. Gefundenes Papier, das bereits Gebrauchsspuren besitzt und die Dauer seiner eigenen Existenz preisgibt, ist oft in Marteks Werken zu finden. Auch Blei- und Filzstift, Aquarellfarbe und Siebdruck sind wiederkehrende Materialien. Der formale Aspekt in Marteks Arbeiten zeichnet sich dabei stets durch eine realistische, anti-mythologische Sichtweise aus, die den Fokus auf die Materialität der Wörter und der Dinge richtet.</p> <p>In “The Power of Support / Die Kraft des Untergrunds” zeigt Aanant &amp; Zoo eine Reihe von beispielhaften Arbeiten, in denen Collage, Zeichnung und Schrift aufeinandertreffen und die Materialität von Vlado Marteks Poetik in Form von Papier, Spiegel oder Glas manifest wird. Die Arbeiten setzen sich konzeptuell mit dem Begriff <em>Podloga</em>, kroatisch für Basis oder Untergrund, auseinander, welcher für ihn sinnstiftend in zweierlei Hinsicht ist. Als Ort des Entstehens wird auf der Unterlage geschrieben und gezeichnet, auf ihr werden Spuren hinterlassen oder wird selbst zum Inhalt: In “Was, wie und für wen” (2000) kehrt Martek das Verhältnis des Textes zu seiner Basis, dem Papier um, die Schrift wird durch blankes Papier überlagert. Der Spiegel gewinnt als Unterlage besondere Bedeutung, wirft er doch den Blick des Betrachters wieder auf sich selbst zurück. Martek spielt mit der Beschaffenheit seiner Elemente. Glas, Papier, Spiegel und eine leere Fläche ergeben in “Sonett” (1978/2009) ein Klanggedicht, welches seine Rhythmisierung und seinen “Klang” durch den Wechsel der Materialität erhält.</p> Sun, 06 May 2012 23:17:20 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list John Cage - Akademie der Künste - Hanseatenweg - March 30th, 2012 - June 17th, 2012 <p>John Cage war als Komponist, Musiker, Philosoph, Literat und Denker so einflussreich und hoch geachtet wie kaum ein anderer Künstler in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Doch sein Werk als bildender Künstler und sein Einfluss auf die Kunst sind viel weniger bekannt als seine Musik. Die Ausstellung, kuratiert von Wulf Herzogenrath, stellt Cage als Bildenden Künstler in den Mittelpunkt. Sie verknüpft Cages visuelles Werk mit der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, wirft einen neuen Blick auf den Einfluss der europäischen Moderne auf Cage und skizziert die gegenseitigen Anregungen.<br /> <br /> Die Ausstellung vereint Klang-Environments ebenso wie Grafiken und Partituren von John Cage seit den 1930er Jahren mit Arbeiten seiner Anreger und Freunde – von Richard Buckminster Fuller, Marcel Duchamp, Robert Rauschenberg, Nam June Paik, Mark Tobey, Morris Graves und anderen. In Arbeiten auf Papier, medien- und klangkünstlerischen Werken, Installationen, Notationen, Foto- und Filmdokumenten werden auf konzentriertem Raum skizzenhaft wesentliche Einflüsse und Anregungen des Bildenden Künstlers John Cage reflektiert. Kulturelle Wechselbeziehungen stehen neu zur Diskussion, wie das Verhältnis zu Asien, Zen und White Writing (Mark Tobey), zur europäischen Kunst und Synästhesie, ebenso wie zu Happening, Fluxus, Zero und der Conceptual Art.<br /> <br /> Ein besonderer Schwerpunkt liegt erstmals auf der Verbindung zwischen Cages bildkünstlerischer Entwicklung und den Aufbrüchen der klassischen Moderne in Europa: So ist kaum bekannt, dass Cage diese aufmerksam verfolgte. Bereits als 22-jähriger erwarb er ein Bild von Alexej Jawlensky – das er mit einem US-Dollar anzahlte! – und 1939 organisierte er Ausstellungen von Paul Klee, Wassily Kandinsky und Jawlensky. Zentrale Werke von Jawlensky, Klee, László Moholy-Nagy sowie Anni und Josef Albers beleuchten die anregenden Impulse, die Cage durch die klassische Moderne empfing.<br /> <br /> Zur Ausstellung erscheint ein von Wulf Herzogenrath und Barbara Nierhoff-Wielk herausgegebenes Begleitbuch in der Reihe der DuMont-Dokumente, das durch die Ernst von Siemens Kunststiftung finanziell unterstützt wird. Darüber hinaus wird die Ausstellung großzügig von der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, Bremen, gefördert.</p> Mon, 05 Mar 2012 01:54:25 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Florian Rüger, Marco Momi - Akademie der Künste - Hanseatenweg - April 12th, 2012 - May 20th, 2012 <p>Durch die Interaktion des Besuchers auf einer sensitiven Plattform entsteht eine Klang- und Bildwelt, welche – angelehnt an Cage und Xenakis – entweder ein Zufallergebnis oder eine gezielte Steuerung sein kann. Die Installation spielt mit Ton, Bild und audiovisueller Komposition, hervorgerufen durch Betrachter und Akteure. <br /> <br /> Thematisch liegen dieser Arbeit von Marco Momi und Florian Rüger, Berlin-Stipendiaten 2010 der Akademie der Künste, die Stadt und ihre Bewohner zugrunde, die durch ihr Handeln die Stadt beleben – je mehr Aktion, desto mehr Reaktion. Stadt-Klänge, -Bilder und -Videos werden hervorgerufen; bestimmte Bewegungen ermöglichen zudem einen tieferen Einblick, ein Hineinzoomen in die städtische Struktur. <br /> <br /> Die Arbeit entstand im Rahmen des Cage-Workshops der Jungen Akademie 2010.</p> Mon, 05 Mar 2012 01:49:52 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Group Show - Akademie der Künste - Hanseatenweg - May 4th, 2012 - July 1st, 2012 <p>Im Jahr 1949 durchstieß der Italiener Lucio Fontana erstmals mit einem Locheisen die materielle Bildfläche; der Amerikaner Ellsworth Kelly schuf in Paris sein erstes rahmenloses Bildobjekt. François Morellet überzog ab 1952 in Frankreich weiß gestrichene einfache Bildtafeln mit repetitiven Strukturen. Seitdem öffneten immer mehr Künstler in Europa und Amerika die festen Grenzen der gerahmten Bildfläche und ersetzten den fiktiven Bildraum durch den Bezug zum realen Umraum. <br /> <br /> Die Ausstellung "Aufbruch. Malerei und realer Raum" gibt Einblick in ganz unterschiedliche künstlerische Ansätze, bei denen die Geschlossenheit des Bildes mit den Mitteln der Malerei aufgebrochen wird. Werke von Lucio Fontana, Sam Francis, Ellsworth Kelly, Yves Klein, Gotthard Graubner, François Morellet, Bridget Riley, Gerwald Rockenschaub, Bernard Schultze, Emil Schumacher, Leon Polk Smith, Günter Uecker u.a. stehen für Strategien, mit denen die Wahrnehmung des Betrachters über die Grenzen des traditionellen Tafelbildes bis hin zu Rauminstallationen hinausgeführt wird.</p> Mon, 30 Apr 2012 02:29:43 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Peter Weibel, Robert Palmer, Anders Levermann, Klaus Staeck, Freddy Paul Grunert - Akademie der Künste - Pariser Platz - December 4th, 2011 - December 9th, 2012 <div class="detail_text">Der „Climate Walk“ startet zur Weltklimakonferenz in Südafrika und wird für ein ganzes Jahr (bis zum nächsten Klimagipfel) in der Passage der Akademie das Verhältnis von Kunst und Klima thematisieren. Er macht interdisziplinäre Wissensarchive im In- und Ausland zugänglich und lädt ein, sich mit eigenen Fragen und Kommentaren einzubringen. Kontext sind globale Krisen, der Klimawandel, not-wendige gesellschaftliche Transformation im Sinne einer zukunftsfähigen „Kultur des Miteinander“ und neue Positionen gestalterisch forschender wie verantwortlich handelnder LebensKunst. Zur Eröffnung sprechen Klaus Staeck, Peter Weibel, Robert Palmer, Anders Levermann und Freddy Paul Grunert. <br /> <br /> Ein Gemeinschaftsprojekt mit dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe – ausgezeichnet als „Cultural Event vom Council of Europe“. Konzeption Freddy Paul Grunert/ZKM und Christian Schneegass/AdK</div> Wed, 27 Jun 2012 02:08:35 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list John Gerrard, Steven Baelen, Clara Montoya, Katja Pfeiffer, Jan Wawrzyniak - Akademie der Künste - Pariser Platz - April 25th, 2012 - May 28th, 2012 <p>Die Ausstellung „Junge Akademie 2012“ eröffnet den Monat der Stipendiaten mit Arbeiten von fünf jungen Künstlern. <br /> <br /> John Gerrards (Irland) Arbeiten sind komplexe digital bewegte Bilder in Realzeit. Seine virtuellen Räume stellen reale Gegebenheiten anhand von Dokumentationsfotos nach. In seiner 3 D-Arbeit „Grow Finish Unit“ wird die extreme technische Funktionalisierung der Produktion von Nahrungsmitteln anhand einer großen Schweinezucht problematisiert. <br /> <br /> Auch für Steven Baelen (Belgien) und Clara Montoya (Spanien) ist die Auseinandersetzung mit Zeit und Raum von Bedeutung, jedoch mit dem Handschriftlichen bzw. Haptischen verbunden. Baelen arbeitet mit tagebuchartigen Bleistiftzeichnungen seines unmittelbaren Umfeldes, Kopien, Computerbearbeitungen und Projektionen, die er in wuchernde Wandzeichnungen transformiert. Montoya plant eine skulpturale Performance, bei der die Skulptur als täglich produzierende Maschine zum Werkzeug der anwesenden Künstlerin wird und das Produktionssystem der industriellen Welt und die paradoxe Situation des Konsumenten thematisiert. <br /> <br /> Geht die Villa-Serpentara-Stipendiatin Katja Pfeiffer in ihren Installationen aus Holz und Dachpappe den Fragen von Illusion und Wirklichkeit nach, verwandelt der Grohmann-Preisträger Jan Wawrzyniak in seinen gezeichneten Bildern die Bildfläche zu ungreifbaren Räumen, deren kafkaeske Stimmung etwas Verletzliches besitzen.</p> Mon, 02 Apr 2012 02:49:56 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Joanna Rajkowska - Akademie der Künste - Pariser Platz - April 27th, 2012 - July 1st, 2012 <p>Joanna Rajkowskas Film-Installation besteht aus den Filmen „Born in Berlin“ und „Final Fantasies“, die beide anlässlich der 7. Berlin Biennale 2012 in Berlin entstanden sind. Ihre Arbeiten setzen sich mit dem unvermeidlichen Zusammengehen von Leben und Tod, von Neuanfang und schmerzlicher Vergangenheit auseinander. „Born in Berlin“ dokumentiert die Geburt ihrer Tochter Rosa 2011 und verweist in der bewussten Wahl des Geburtsorts auf dessen enorme Bedeutung für jeden einzelnen Menschen. Während „Born in Berlin“ von der Frage „Wo bist du geboren?” ausgeht, fragt „Final Fantasies“ „Wie möchtest du sterben?” <br /> <br /> Die Künstlerin Joanna Rajkowska ist Mitglied von Krytyka Polityczna. Sie lebt und arbeitet in Warschau, London und in Berlin.</p> Mon, 30 Apr 2012 02:15:19 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Gerhard Bohner - Akademie der Künste - Pariser Platz - May 8th, 2012 - August 12th, 2012 <p>Gerhard Bohners legendäre Choreographien und Soloauftritte werden mit Fotos, handschriftlichen Notizen, Bühnenplänen und anderen Dokumenten anlässlich seines 20. Todestages noch einmal in Erinnerung gerufen. <br /> <br /> Das Gerhard-Bohner-Archiv zeigt Arbeiten, die zum größten Teil von der Akademie produziert wurden und am Hanseatenweg ihre Premiere hatten. 1971 schuf er das Handlungsballett „Die Folterungen der Beatrice Cenci“. Bohners Beschäftigung mit Oskar Schlemmer und dem Bauhaus mündete schließlich 1977 in die Rekonstruktion und Neufassung des „Triadischen Balletts“. <br /> <br /> Als Solotänzer wird er mit dem 1989 entstandenen Programm „Im (Goldenen) Schnitt“ vorgestellt, das in Zusammenarbeit mit drei Künstlern entstand: der Bildhauerin Vera Röhm (Teil I), dem Plastiker Robert Schad (Teil II) sowie dem Klangkünstler Roland Pfrengle (Fassung 3).</p> Mon, 30 Apr 2012 02:20:30 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Heribert C. Ottersbach - ALEXANDER OCHS PROJECTS - April 28th, 2012 - May 25th, 2012 <p>Die Sujets der Gemälde von Heribert C. Ottersbach sind meist Architekturen, Landschaften, Portraits oder Demonstrationsszenen. Die Architekturmotive erscheinen zunächst so banal, dass sie jede eindeutige Identifikation unterbinden. Und die formale Nüchternheit der Gebäude treibt Ottersbach so auf die Spitze, dass die Distanz des Betrachters zum Bild ostentativ herausgefordert wird. Auch die Idylle der Naturlandschaften ist signifikant gestört. Hell lasierte Linien ziehen sich durch die Bilder wie bei Fehldrucken, oder opake Balken überlagern die einstige Idylle und schaffen neue Bildebenen mit nachgerade unnatürlichen Strukturen.<br /> <br /> Die konsequenten Bildstörungen stellen sich allen utopischen Versprechen der Moderne wie auch der Vormoderne entgegen. Doch nicht nur die Utopien sondern auch ihr vermeintliches Scheitern stehen im Fokus von Ottersbachs Werk. Das ,Sanatorium der Moderne‘, wie Ottersbach sagt, sei nunmehr ,geschlossen, die Therapeuten tot‘ und die ungeheilten Patienten ,jetzt wieder ganz alleine‘. Dies ist der Ausgangspunkt seines Werkes wie auch des Titels dieser Ausstellung.<br />  <br /> Die Bilder werden am Computer komponiert. Ottersbach montiert sie aus Vorlagen, die er zuvor dem verfügbaren Bildfundus entnimmt und bearbeitet. Diese Konstruktionen aus Fragmenten des Visuellen, denen immer eine Dekonstruktion vorausgeht, schaffen fast zwangsläufig eine veränderte Perspektive auf das Sichtbare, die nicht nur neue Wahrnehmungen der Wirklichkeit sondern auch neue Vorstellungen davon hervorrufen kann, was den gesellschaftlichen Stellenwert von Kunst und die Bedeutung der Malerei ausmacht.<br />  <br /> Nach einer ersten Präsentation in einer Einzelausstellung in unseren Pekinger Räumen 2011 wurden für diese Ausstellung herausragende Werke aus den Jahren 2003 bis 2012 ausgewählt, von denen einige noch nie zuvor in Galerien gezeigt wurden. Der Künstler wurde bereits mit Einzelausstellungen im Essener Museum Folkwang, in der Kunsthalle Tübingen, in der Altana Kulturstiftung, Bad Homburg, dem Institut Mathildenhöhe in Darmstadt und in der Hamburger Kunsthalle geehrt.<br />  <br /> Heribert C. Ottersbach wurde 1960 in Köln geboren. Er lebt und arbeitet in Köln und Sörmland (Schweden). Seit 2009 lehrt er Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.</p> <p></p> <p>The subjects of Heribert C. Ottersbach’s paintings are mostly architecture, landscapes, portraits or scenes of demonstrations. At first glance, the architectural subjects appear so commonplace that they prevent any clear identification. Ottersbach drives the formal austerity of the buildings to an extreme in such a way that the distance between the viewer and the painting is ostentatiously challenged. Also the idyll of natural landscapes is significantly altered. Bright glazed lines run through the images like misprints, or thick opaque stripes overlap the former idyll to create new image levels with essentially unnatural structures. <br />  <br /> The consistent interference with the image challenges all utopian promises of modernism and pre-modernism.  Not only the utopias, but also their alleged failure is the focus of Ottersbach’s work. The ‘sanatorium of modernity’ as Ottersbach says ‘is now closed, the therapists are dead’ and the uncured patients are ‘now all alone again’. This is the starting point of his work, as well as the title of this exhibition.<br />  <br /> The images are composed on computers. Ottersbach assembles them from templates, which he takes from the available image stock and then edits. These constructions from fragments of the visual, which always precede a deconstruction, almost inevitably create a transformed perspective of the visible. This can cause not only new perceptions of reality, but also new concepts of it, which ultimately constitutes the social value of art and the importance of painting.<br />  <br /> After Otterbach’s  first solo exhibition in our Beijing gallery  in 2011,  outstanding works from 2003 to 2012 have been selected for this exhibition, some of which have never before been shown in galleries. The artist has previously had solo exhibitions at the Folkwang Museum in Essen, in the Kunsthalle Tübingen, in the Altana Kulturstiftung, Bad Homburg, the Institut Mathildenhöhe in Darmstadt and at the Hamburger Kunsthalle.<br />  <br /> Heribert C. Ottersbach was born in Cologne in 1960. He lives and works in Cologne and Sörmland (Sweden).  He is a professor for painting at the Hochschule für Grafik und Buchkunst (School of Visual Arts) in Leipzig since 2009.<br /> <br /> <br /> <br /> </p> Fri, 20 Apr 2012 02:07:52 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Gilbert & George - Arndt - March 23rd, 2012 - May 30th, 2012 <p>ARNDT Berlin is proud to present its inaugural exhibition of 'LONDON PICTURES' by Gilbert &amp; George. This monumental body of 292 pictures is the largest series yet created by the acclaimed British artists. 19 pictures will be shown in Berlin.</p> <p>For five decades, to international acclaim, Gilbert &amp; George have been making art that is visionary, shocking, relentless, moral and richly atmospheric.</p> <p>In these new ‘LONDON PICTURES’ (2011) Gilbert &amp; George present an epic survey of modern urban life in all its volatility, tragedy, absurdity and routine violence. Brutal and declamatory, these brooding and disquieting pictures have been created from the sorting and classification by subject of nearly 4000 newspaper headline posters, stolen by the artists over a number of years. In their lucidity, no less than their insight into the daily realities of metropolitan life, the ‘LONDON PICTURES’ are Dickensian in scope and ultra-modern in sensibility.</p> <p>Drawing directly on the quotidian life of a vast city, the ‘LONDON PICTURES’ allow contemporary society to recount itself in its own language. Within the townscape of this moral audit, Gilbert &amp; George appear to pass like ghosts and seers, alternately watchful and distracted, as though their spirits were haunting the very streets and buildings that these pictures describe. The ‘LONDON PICTURES’ seem to comprise a great visual novel, revealing without judgment the ceaseless relay of urban drama, in all its gradations of hope and suffering.<br /> Michael Bracewell, 2012</p> <p><br /> Gilbert was born in the Dolomites, Italy in 1943; George was born in Devon in 1942 and both live and work in London. Together they have participated in many important group and solo exhibitions including 51st International Venice Biennale (2005), Turner Prize (1984) and Carnegie International (1985). They have had extensive solo exhibitions, including Whitechapel Gallery (1971-1972), National Gallery, Beijing (1993), Shanghai Art Museum (1993), Stedelijk Museum, Amsterdam (1995-1996), Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris (1998), Serpentine Gallery, London (2002), Kunsthaus Bregenz (2002), Kestnergesellschaft, Hannover (2004-2005), Tate Modern, London, Haus der Kunst, Munich (both 2007), Brooklyn Museum of Art, New York, Philadelphia Museum of Art (both 2008), ‘Jack Freak Pictures’, CAC Malaga, Museum of Contemporary Art, Zagreb, Palais des Beaux Arts, Brussels (all 2010), Deichtorhallen, Hamburg, Kunstmuseum Linz (both 2011) and Laznia Centre for Contemporary Art, Gdansk (2011-2012).</p> <p>A catalogue documenting all 292 of the ‘LONDON PICTURES’ with an essay by Michael Bracewell will accompany the exhibition.</p> Mon, 02 Apr 2012 11:15:22 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Leon Golub - Aurel Scheibler - April 28th, 2012 - June 30th, 2012 <p>The work of Leon Golub (1922–2004) roots in issues of power and vulnerability in all its forms and<br />ramifications in human nature. The tragic figure is central in the work of the multiple documentaparticipant who is one of the protagonists of American Realism. He examines his central theme closely by studying ancient sculptures, frescoes and mythology. In his edgy, unsettling infectious paintings and works on paper Golub lays paint in layers and crusts as sediments above one another. By partially scraping them with butcher axes he enforces the dramatic tenor of his work.<br />The exhibition is concentrating on Golub’s late works on paper. Executed with expressive gesture<br />and in part showing intense color, they reflect his shift to more intimate and personal works. They<br />address violence as well as violability, alternating between bleak war images and keyed-up erotic<br />emotions. In his scenic pictures the artist mixes the roles of victims, perpetrators and gender and<br />he confronts the recipient with grotesque human-animal-figures as a personification of horror or<br />brute lust.<br />We are grateful to Barbara Gross, Munich and Anthony Reynolds, London for their cooperation.</p> Tue, 12 Jun 2012 23:42:55 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list David Schutter - Aurel Scheibler - April 28th, 2012 - June 30th, 2012 <p>The center of Aurel Scheibler’s show is David Schutter’s (*1974, lives in Chicago) current project,<br />which addresses a painted study by Édouard Manet Study for the Execution of Emperor Maxmillian<br />(1867, Ny Carlsberg Glyptotek, Copenhagen). Having studied the work through drawings, field<br />notes and archival research, Schutter “re-made” several versions of Manet’s oil study in a 1-to-1<br />scale with like materials and without aid memoires. Accompanying his paintings the exhibition<br />shows a group of associative drawings.<br />Schutter’s practice is more a phenomenological study that discusses the problems encountered<br />when making a painting, than a test of memories. The works in the exhibition are as much<br />performative re-enactments of the historical artwork as they are discreet paintings and drawings.<br />As such they form a painter’s repertory of extended rehearsals.</p> Tue, 12 Jun 2012 23:43:44 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Michael Wutz - Aurel Scheibler - April 28th, 2012 - June 30th, 2012 <p>The visual topics in the works of the Berlin based artist Michael Wutz (*1979) alternate between<br />the fascination for indigenous people and prehistorical research, the Fin de Siècle and the offsides<br />of modern life in its urban shapes. Wutz's drawings in coal and sepia as well as his etchings, for<br />which he has received the Horst-Janssen-Graphic Prize in 2011, combine those poles. He chains<br />them up to complex narratives and creates new visionary worlds.<br />In his works Wutz finds symbols for taboo issues of society such as violence, infirmity and death,<br />melting them into organic and urban forms. This exhibition presents large-sized, water-coloured<br />drawings, which reveal entire landscapes. They are nerved by piles of human bones and<br />archaeological excavation teams, but also by fields of flowers and quotations from art history and<br />literature. In those opulent settings Wutz interweaves his thematic canon to disparate intertwined<br />visual worlds.</p> Tue, 12 Jun 2012 23:43:20 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Vaclav Girsa - Autocenter - May 11th, 2012 - May 26th, 2012 Thu, 17 May 2012 02:43:35 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list - Bauhaus-Archiv Museum of Design - March 21st, 2012 - June 10th, 2012 <p>In defiance of traditional construction methods, the cantilever chair came to represent the essence of modern design in the 1920s. With their designs for the first cantilever chairs made of tubular steel, Mart Stam, Marcel Breuer and Ludwig Mies van der Rohe transferred a new architectural concept of space with an emphasis on lightness and transparency to the realm of furniture. Since the 1950s and ’60s, highly innovative materials and technologies have come into use, such as plastics and corrugated cardboard. Artistic, social and political influences are reflected in provocative, unconventional seating objects.<br />Pioneering figures during this period were Verner Panton, Frank Gehry and protagonists of new German design such as Stiletto. This selection of furniture from the holdings of ‘Die Neue Sammlung – The International Design Museum Munich’ provides a multifaceted overview of the design and technological development of modern seating.</p> Fri, 24 Feb 2012 02:06:03 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list Philippe Schwinger, Marcellvs L., Frédéric Moser, Sven Johne, Christian Jankowski - Berlinische Galerie - September 9th, 2011 - September 26th, 2012 <p class="bodytext">Over the course of one year, the IBB video lounge will present 12 artists who have drawn attention to themselves with innovative use of the media film and video in recent years. Documentary approaches will appear alongside strategies which reflect on and question the medium itself. Visual aesthetic experiments are also crucial to the works of those artists invited to participate. </p> <p class="bodytext">Some place emphasis on cinematography and the interaction of the performers, aiming to develop the aesthetics of the film from within its production processes. Others, by contrast, trust in the atmospheric impact of the moving image, which they underline using sound effects and narrative structures – or they caricature the very effects with which today’s television courts its viewers’ attention. The great extent to which aesthetic modification of the technical image has advanced is striking: not only figurative-abstract pictorial structures evolve as the result of conceptual ways of filming; temporal interventions such as slowing down also influence the viewer’s perceptual habits.</p> <p class="bodytext">The intention is to convey the diversity of the medium in the new programme format. That is why the selected artists are not only young talents who have scarcely made their mark on Berlin’s active art scene but also established representatives of contemporary video art, who will show both early and current work. A new, changing programme of different works will be compiled each month.</p> <p class="bodytext">The video lounge is being realised with support from the Investitionsbank Berlin.</p> <h2>Artists September to December 2011</h2> <p class="bodytext">Marcellvs L.<br />09.09.2011-03.10.2011<br /><br />Frédéric Moser und Philippe Schwinger  <br />05.10.2011-31.10.2011<br /><br />Sven Johne<br />02.11.2011-28.11.2011<br /><br />Christian Jankowski<br />30.11.2011-02.01.2012</p> Mon, 30 Apr 2012 02:34:04 +0000 http://www.artslant.com/ber/Events/list http://www.artslant.com/ber/Events/list